Schwellenländer gründen 50 Milliarden schwere „Gegen-Weltbank“

Die Konstruktion eines alternativen Weltwährungssystems nimmt immer konkretere Formen an. Am 15. und 16. Juli versammeln sich die sogenannten BRICS-Staaten, um eine „Gegen-Weltbank“ zu gründen. Die wirtschaftlich aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika wollen unter dem Namen „New Development Bank“ bei Beratungen in Fortaleza und Brasilia ein Gegengewicht zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds etablieren. Dazu soll in weiterer Folge ein eigener alternativer Entwicklungsfonds kommen.

Gemeinsam möchte man Infrastruktur-Projekte finanzieren und dabei von der derzeitigen Weltbank und dem dortigen Einfluss der USA unabhängig werden. Das Gründungskapital für die neue Weltbank stellen Wladimir Putin und Co. aus ihren eigenen Dollar-Währungsreserven bereit.

Gegen-Weltbank startet mit 50 Milliarden Dollar Kapital

Mit insgesamt 50 Milliarden Dollar Grundkapital wollen die BRICS-Staaten die Weltbank ausstatten. Für den Sitz stehen als Standorte Shanghai oder Neu Delhi zur Auswahl. Als Chef soll ein Bankengouverneur alle fünf Jahre durch die Mitgliedsstaaten gewählt werden. Der neue Entwicklungsfonds, der den Namen „Contingency Reserve Arrangement“ erhält, soll im Endausbau sogar über ein Investitions-Kapital von 100 Milliarden Dollar verfügen können. Dabei soll China mit insgesamt 41 Milliarden Dollar der Hauptfinancier sein.

Mit den beiden wirtschaftspolitischen Instrumenten „Contingency Reserve Arrangement“ und „New Development Bank“ nimmt die Anti-Dollar-Allianz nun erste konkrete Formen an. Das Anfang vom Ende der Weltwirtschaftshegemonie durch die USA scheint erfolgreich eingeleitet.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link