Rotfunk auch in Deutschland: ZDF macht SPD-Politiker beliebter

Es scheint in weiten Teilen Europas, vor allem aber in den deutschsprachigen Ländern, eine Art Naturgesetz zu geben: Medien und Journalisten sind politisch links. Selbst in einer Unterhaltungsshow wurde dieser Trend jetzt klar sichtbar. Das ZDF musste zugeben, eine vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erstellte Studie über die beliebtesten deutschen Prominenten manipuliert zu haben. Offiziell heißt es nun, die Redaktion der Sendung „Deutschlands Beste“ habe bestimmte Prominente aufgewertet, um sie zu der Anfang Juli ausgestrahlten Sendung ins Studio einzuladen. Warum zu diesem Zweck SPD-Politiker hinaufgestuft, CDU-Angehörige hingegen nach unten gereiht wurden, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wurde von Platz zehn auf den sechsten Rang befördert, dafür verlor Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fünf Plätze und sank auf Rang elf. Bei den Frauen überholte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Ursprünglich wäre Letztere auf Platz fünf gelandet, Kraft auf Rang sechs. Das ZDF präsentierte Kraft als Vierte, von der Leyen hingegen nur als Sechste.

Stimmen von Hörzu-Lesern und ZDF-Sehern nicht berücksichtigt

Programmdirektor Norbert Himmler bekannte nun ein, dass ein „grober Verstoß gegen die Programmrichtlinien des ZDF“ vorliege, arbeitsrechtliche Konsequenzen würden geprüft. Die CDU muss dem ZDF dennoch nicht gram sein, denn bei den Frauen gewann Kanzlerin Angela Merkel die Wertung. Auch dieser Sieg ist nicht unumstritten, denn ursprünglich hätten drei Komponenten in die Ranglisten einfließen sollen, nämlich neben der Forsa-Umfrage noch die Leserstimmen der TV-Zeitung hörzu sowie das Ergebnis einer durch das ZDF durchgeführten Online-Umfrage. Man entschloss sich dann aber angeblich dazu, die beiden letzteren Ergebnisse nicht zu berücksichtigen, angeblich weil „das Online-Voting durch Fan-Gruppen stark beeinflusst worden war“.

Dass dem Forsa-Institut seit Langem eine politische Nähe zur SPD vorgeworfen wird, ist eine spannende Fußnote dieser peinlichen Affäre. Dem ZDF dürften die Forsa-Resultate dennoch nicht rot genug gewesen sein.

ZDF-Oberlehrer Kleber nach vorne gereiht

Der Skandal war brisanterweise von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz aufgedeckt worden, dem Medienmagazin ZAPP! des zur ARD gehörigen Norddeutschen Rundfunks (NDR). Die Recherche lohnte sich auch im eigenen Bereich: Der stets politisch inspirierte und im Stil eines Oberlehrers auftretende ZDF-Nachrichtenmoderator Claus Kleber stieß dank der Manipulation von Platz 39 auf 28 vor, der wesentlich objektivere ARDTagesschau-Präsentator Jan Hofer hingegen stürzte von 36 auf 42 ab. Präsentiert wurde „Deutschlands Beste“ übrigens von Johannes B. Kerner – jenem Mann der die aus ihrem Job gemobbte ehemalige Tagesschau-Moderatorin Eva Herman einst aus einer Talkshow warf, weil ihm deren familienpolitische Ansichten nicht gefielen.

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