Deutsche Bundesbank kritisiert amerikanische Bankenstrafen

Nun macht auch die Deutsche Bundesbank Front gegen Washington in Sachen Bankenstrafen und Hegemonie des US-Dollars bei internationalen Handelsbeziehungen. Andreas Dombret, Vorstand der Deutschen Bank, sieht in den Bankenstrafen durch die US-Administration eine erhebliche Belastung für europäische Geldinstitute. In Deutschland sind unmittelbar die Deutsche Bank und die Commerzbank bedroht.

Bei beiden Banken geht es jeweils um bis zu 600 Millionen Euro, die wegen Geschäftsbeziehungen zum Iran zu bezahlen sind. Werden diese Strafen tatsächlich schlagend, droht den Banken eine erhebliche Schieflage, die dann wieder Deutschland bzw. der europäische Bankenrettungsschirm richten müssten.

US-Dollar-Hegemonie im Visier europäischer Zentralbanken

Bundesbank-Vorstand Dombret ist aber keineswegs allein mit seiner Gegenwehr. Zuletzt meldete sich Christian Noyer, Zentralbankchef in Paris, zu Wort und trat dafür ein, den US-Dollar als Leitwährung für Frankreich abzulösen. Auch hier sind das Rechtsrisiko bei Dollar-Transaktionen und damit zusammenhängende Strafen der Grund. Zuletzt wurde die Bank BNP Paribas zu einer Strafe von 6,4 Milliarden Euro verurteilt, weil sie zum Iran Geschäftsbeziehungen unterhielt.

Die laufende Diskussion spielt den BRICS-Staaten in die Hände, die kurz davor stehen, eine Gegen-Weltbank zu gründen und an einer Anti-Dollar-Allianz basteln. Schirmherr dieser Allianz ist der russische Staatspräsident Wladimir Putin. 

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