Geheimdienste wollen totale Kontrolle über Internet

Im Zuge der Ukraine-Krise und der Spionageaffäre in Deutschland wird nun auch die Manipulation des Internets durch amerikanische und britische Geheimdienste immer deutlicher. So werden in der Online-Enzyklopädie Wikipedia kritische Beiträge verändert, Internet-Telefonate mitgeschnitten und Online-Umfragen manipuliert.

US-Regierung manipuliert Wikipedia, Großbritannien Online-Umfragen

In den USA fanden nun aufmerksame Wikipedia-Leser heraus, dass bestimmte Artikel mit Verbindungen zur Ukraine-Krise und Russland von Computern des US-Repräsentantenhauses manipuliert wurden. Die IP-Adressen wurden nach mehreren Beschwerden und Verstößen zurückverfolgt. Amerikanische Journalisten, die kritisch über das US-Engagement in der Ukraine berichteten, wurden in den Wikipedia-Artikeln als „Propagandisten“ und „Agenten“ beschrieben. Laut Wikipedia sollen die Behörden hinter den IP-Adressen bereits seit 2006 immer wieder versuchen, Artikel zu manipulieren.

Aber auch die neuesten Enthüllungen des Edward-Snowden-Vertrauten Glenn Greenwald geben Anlass zur Sorge um ein freies Internet. Der britische Geheimdienst soll eigene Programme entwickeln, um Online-Umfragen gezielt zu manipulieren sowie Internet-Telefonate über Skype mitzuschneiden. Auch computergesteuerte „Avatare“ gibt es bereits, die in Online-Diskussionen Regierungsargumente verbreiten, kritische Poster erfassen und deren IP-Adressen weiterleiten. Dazu passend kommt nun in Großbritannien ein Gesetzesentwurf, der eine strengere Kontrolle des Internets durch die Geheimdienste vorsieht – natürlich zum Zwecke der „Sicherheit“.

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