Madrid will sich Themenpark durch EU finanzieren lassen

Ein neuer Förderskandal bahnt sich im EU-Südstaat Spanien an. Rund um einen Themenpark agiert ein Netzwerk, das bereits bei ähnlichen Projekten „verhaltensauffällig“ gewesen ist. Repräsentanten der regierenden Christdemokraten und geschäftstüchtige Bauunternehmer nutzen EU-Förderungen, um „Luftschlösser“ zu bauen, die dann zum Mega-Flop werden. Finanzieller Anker dieser Projekte ist wieder einmal der EU-Fond für regionale Entwicklung unter der Verwaltung des österreichischen EU-Kommissars Johannes Hahn (ÖVP).

Bei diesem Fonds hat die spanische Regierung nicht weniger als 17 Millionen Euro an Förderungen für einen Paramount-Themenpark in Murcia, eine Art Disneyland mit Luxushotelanlage und Einkaufszentrum, beantragt. Masterminds hinter diesem Projekt sind Staatssekretär Jaime García-Legaz und der Baulöwe Jesus Samper.

In Summe  geht es um eine Gesamtinvestitionssumme von 1,1 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil soll aus dem spanischen Staatshaushalt und von der EU kommen.

Erster Themenpark bereits gescheitert

Treppenwitz bei diesem neuerlichen Versuch, einen Themenpark zu etablieren, ist, dass in rund 100 Kilometer Entfernung zum jetzigen Standort bereits ein ähnliches Projekt, der Freizeitpark Terra Mítica, gescheitert ist.

Auch dort agierten der Baulöwe Samper und seine Baufirma Murcia SA. Der Unternehmer ist zusammen mit dem Bürgermeister von Murcia und weiteren Personen in die sogenannte Umbra-Affäre, bei wegen Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit Planung und Bau des Projektes ermittelt wird.

 

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