Telekom Austria in ausländischer Hand

Vor 14 Jahren notierte die Telekom Austria zum ersten Mal an der Börse. Seitdem ist von der heimischen Telekombranche nicht mehr allzuviel übrig geblieben. Die österreichische Telekommunikation befindet sich fest in ausländischer Hand.

Denn Österreich hat seit kurzem nicht mehr den größten Anteil an der Telekom Austria AG. 50,8 Prozent und damit die Mehrheit der Aktien hält nun der zweitreichste Mann der Welt, der Mexikaner Carlos Slim über seinen Mobilfunkkonzerns „América Móvil“.

Die Bedeutung der österreichischen Staatsholding ÖIAG sinkt damit weiter. Neben der Telekom ist die ÖIAG noch für die Post und die OMV zuständig. Aber auch die anderen Beiden sind bei weitem nicht mehr zu 100 Prozent in deren Hand. An der Post hält die ÖIAG immerhin knapp noch über 50 Prozent, während es bei der OMV lediglich noch 31,5 Prozent sind.

Absturz im internationalen Ranking

Im internationalen Ranking bedeutet das für Österreich einen weiteren Absturz. Schon im letzten Jahr legte man im maßgeblichen Networked Readiness Index einen Fall von Platz 19 auf 22 hin. Für das mexikanische Unternehmen hingegen ist dies ein großer Schritt, da sie sich vom südamerikanischen Markt unabhängiger machen wollen und sich im europäischen etablieren möchten.

Auch T-Mobile und „Drei“ befinden sich fest in ausländischer Hand. Ein sehr ähnliches Bild gibt es auch bei den Festnetzanbietern, so hat Tele2 seinen Firmensitz im schwedischen Stockholm und UPC gehört zu der britischen Liberty Global.

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