Jetzt fix: Spanien enteignet Sparer

Während alle Medien groß über die Fußball-WM berichteten und die halbe Welt vor den Fernsehern verbrachte, waren so manch Politiker besonders fleißig. Wie die Tageszeitung Die Presse berichtete, hat Spanien als erstes EU-Land bereits vor wenigen Wochen eine Sondersteuer auf Sparguthaben beschlossen, die rückwirkend zum 1. Jänner 2014 schlagend wird und 0,03 Prozent beträgt. Durch diese “Steuer”, die die Banken von allen Guthaben abziehen müssen, erwartet sich die Regierung 400 Millionen Euro an Einnahmen, die offiziell zur Schaffung von Arbeitsplätzen dienen soll – inoffiziell wird wohl eher ein der Teil der Schulden getilgt, die etwa 960 Milliarden Euro betragen dürften.

Kommt Enteignung auch in Österreich?

Enteignungspläne wurden immer wieder diskutiert. Man braucht sich nur an den Internationalen Währungsfonds (IWF) erinnern, der eine zehnprozentige Abgabe auf Vermögen andachteDie österreichische Bundesregierung versicherte, eine solche Steuer nicht beschließen zu wollen. Kann sie auch nicht, da sie für diese es eine Zweidrittelmehrheit bräuchte und wohl keine Oppositionspartei ernsthaft den Sündenbock spielen dürfte. Noch zwei Details am Rande: Laut IWF steigt die Schuldenquote aller Länder heuer auf 110 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts, was so hoch sei, wie seit dem Zweiten Weltkrieg. Dank der Inflation werden Sparguthaben durch negative Realzinsen ebenfalls “enteignet” – eine Methode, mit der sich die USA nach dem Zweiten Weltkrieg sanierte. Nur diesmal dürfte das wohl nicht ausreichen, weil die Schulden schon zu hoch sind.

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