Espirito Santo: Muttergesellschaft muss Konkurs anmelden

Die wegen eines Mega-Finanzskandals in Euro-Milliardenhöhe im schwarzafrikanischen Staat Angola in die Schlagzeilen geratene Bank Espirito Santo kommt nicht zur Ruhe. Nun musste die Muttergesellschaft der Lissaboner Bank Konkurs anmelden. Die Espirito Santo Internationale (ESI) hatte sich „steuerschonend“ in Luxemburg angesiedelt und steuerte von dort als Holding ihre Beteiligungen, darunter Anteile an der Bank Espirito Santo.

Neben der Espirito Santo Holding in Luxemburg hat auch die Familienholding Rioforte, eine Schwestergesellschaft der ESI, erhebliche Zahlungsschwierigkeiten. Konkret geht es um eine offene Forderung der Portugal Telecom in der Höhe von 847 Millionen Euro.

Bank hofft auf portugiesischen Rettungsschirm

Mittlerweile ermittelt auch die Lissaboner Staatsanwaltschaft gegen Eigentümer und Management der Bank Espirito Santo. Die portugiesische Regierung möchte eine Art Rettungsschirm für die marode Bank gemeinsam mit anderen heimischen Bankinstituten zimmern. Diese winken aber vorerst ab und zieren sich, mit eigenem Kapital einzusteigen.

Der einzige, der Optimismus versprüht, ist derzeit der portugiesische Zentralbankchef Carlos Costa. Er gab sich erst am vergangenen Freitag, also zeitgleich zur Insolvenz von ESI, zuversichtlich, dass Espirito Santo neue Investoren als Eigentümer finden werde.

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