Osteuropa-Experte: Kiews Präsident spielt zwielichtige Rolle

Eine zwielichtige Rolle ordnet der anerkannte französische Osteuropa-Experte Jacques Sapir dem amtierenden ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko zu. Er versuche derzeit laut Sapir lediglich, seine „Autorität als Präsident“ zu bescheinigen, indem er vermeintliche Härte in der Ostukraine zeige. Gleichzeitig sei Poroschenko in seinen Entscheidungen aber nicht tatsächlich unabhängig, da er in seiner eigenen Person wesentliche ökonomische Interessen vereinige. So besitze Poroschenko etwa wesentliche Anteile an Schokoladefabriken in Russland. Dies könnte dazu führen, dass der ukrainische Präsident in vielen Entscheidungen nicht „frei“ sei.

Poroschenko hat massive ökonomische Interessen zu vertreten

Aktuell rumort es auch bei den Ultra-Nationalisten auf ukrainischer Seite wegen Poroschenkos „potentieller Käuflichkeit“. Bei vielen wird die Erinnerung an sein „Vorleben“ wieder in Erinnerung gerufen. So diente Poroschenko sowohl unter Viktor Juschtschenko als Außenminister als auch unter dessen Widersacher und Nachfolger Viktor Janukowitsch als Wirtschaftsminister. Gleichzeitig soll er laut Wikileaks langjähriger Informant des CIA gewesen sein.

Während seiner politischen Tätigkeit als Außen- und Wirtschaftsminister sowie Direktor der Zentralbank in Kiew expandierte sein Unternehmensimperium und umfasst heute neben Schokoladefabriken auch TV-Sender, Auto-, Schiffbau- und Rüstungsunternehmen. Laut US-Wirtschaftsmagazin Forbes hat sich Poroschenkos Privatvermögen seit 2005 fast verfünffacht und beträgt heute 1,6 Milliarden Dollar. 

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