Islamistenführer Doku Umarow ist offiziell tot

Was Unzensuriert.at bereits im Jänner diesen Jahres berichtete, ist nun auch offiziell: Doku Umarow, gefürchteter Terrorist und Anführer der Islamisten im Kaukasusgebiet, ist tot. Der russische Geheimdienst FSB gab schon im April nach einem Sondereinsatz dessen Tod bekannt. Nun wurde dieser durch ein vom Präsidenten der tschetschenischen Region, Ramsan Kadyrow, verbreitetes Foto bestätigt. Auf diesem ist die Leiche Umarows zu sehen.

Islamistenführer wollte kaukasisches Emirat gründen

Doku Umarow begann seine militärische Laufbahn als Rebell im Kampf gegen Russland während der Tschetschenienkriege. Hier machte er sich schnell einen Namen und gründete bald drauf eine eigene Rebellentruppe. Durch den Kontakt zu führenden islamischen Geistlichen in der Region begann Umarow, von einem islamistischen Staat samt Scharia auf tschetschenischem Gebiet zu träumen. Bald wurde er Präsident der inoffiziellen Untergrundregierung. Umarow proklamierte schließlich im Jahr 2007 ein „Kaukasisches Emirat“ und ernannte sich gleich selbst zum Emir. Durch die riesigen Waldgebiete, welche als Rückzugsgebiete dienen, war es für das russische Militär sowie den Geheimdienst jahrelang nahezu unmöglich, die Islamisten effektiv zu bekämpfen.

Umarow für dutzende Terroranschläge verantwortlich

Doku Umarow wandte, um seinem Ziel des Emirats im Kaukasus näher zu kommen, brutalste Methoden an. So soll er federführend bei der bewaffneten Besetzung einer Schule im tschetschenischen Beslan beteiligt gewesen sein, bei deren Erstürmung 331 Menschen, die meisten davon Kinder, ums Leben kamen. Überlebende identifizierten ihn später. Aber auch für die Anschläge auf den Moskauer Flughafen oder die Moskauer U-Bahn im Jahr 2010 übernahm er die Verantwortung.

Es verwundert nun nicht, dass viele tschetschenische Islamisten ihrem Traum von einem Gottesstaat in Syrien und dem Irak nachgehen, da es in letzter Zeit ruhiger in der tschetschenischen Region geworden ist. Auch angekündigte Anschläge auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi blieben aus. Dies ist nicht zuletzt dem prorussischen Präsidenten Ramsan Kadyrow zu verdanken, der einen harten Kurs gegen die Islamisten fährt.

 

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