Ukraines Oligarchen privatisieren ihr Heimatland

Kiews Polit-Oligarchen privatisieren das ukrainische Volksvermögen. In der jüngsten Ministerratssitzung beschloss das Kabinett unter Ministerpräsident Arseni Jazenjuk die Privatisierung von nicht weniger als 164 Betrieben. Man rechnet in Kiew mit rund zwei Milliarden Dollar, die Investoren sollen aus den USA und der Europäischen Union politisch organisiert werden. Dies geschieht alles unter dem Wohlwollen von Staatspräsident Petro Poroschenko, der selbst Oligarch mit 1,6 Milliarden Euro Privatvermögen ist, das er sich während seiner 15-jährigen Polit-Karriere quasi nebenbei geschaffen hat.

Wesentliche Teile der nun zu privatisierenden Unternehmen stammen aus dem bisherigen Eigentum in Ungnade gefallener Oligarchen wie Rinat Achmetow oder Dmitri Firtasch. Den beiden wird Kollaboration mit dem vormaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vorgeworfen.

Experten sehen Spekulanten am Horizont

Experten sehen vor allem Spekulanten und Kriegsgewinner am Horizont dieser Privatisierung durch das Regime in Kiew. So äußerte sich etwa der Politikwissenschaftler Dmitri Jefremenko gegenüber der Stimme Russlands äußerst kritisch zum gegenwärtigen Ausverkauf:

Im Grunde genommen ist ein Krieg im Gange, und die Wirtschaft befindet sich am Rande eines Kollapses. Jetzt werden nur die Investoren in ukrainische Aktiva Geld einlegen, die in einer Situation des äußerst hohen wirtschaftlichen und politischen Risikos zu wirken bereit sind. Einfacher gesagt, es wird sich um einen Versuch von Spekulation handeln: Um den Einkauf von Aktiva zum Diskont zwecks ihres anschließenden Weiterverkaufs. Wenn strategische Investoren darauf eingehen, so werden sie das nur bei ernst zu nehmenden politischen Garantien tun, wobei es sich nicht so sehr um Garantien Kiews, als vielmehr um Garantien der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union handeln muss.

Am Ende des Tages könnten neben den westlichen Investorengruppen auch ukrainische Oligarchen, wie etwa Igor Kolomojski, den großen Schnitt machen.

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