Streit zwischen Argentinien und US-Hedgefonds eskaliert

Der Streit um den Schuldenberg Argentiniens bei US-Hedgefonds eskaliert. Ein gerichtlich angesetzter Vermittlungsversuch Mitte der Woche wurde weder von der argentinischen Regierung noch von den US-Investoren wahrgenommen. Einigen sich der Schuldner Argentinien und die als „Geier“ bezeichneten Vertreter der US-Hedgefonds in naher Zukunft nicht über die weitere Vorgangsweise, dann droht Buenos Aires die unvermeidliche Staatspleite.

Die argentinische Regierung unter Staatspräsidentin Christina Fernandez de Kirchner würde einen Teil der Schulden gerne zurückzahlen, dies blockieren aber wiederum die Gläubiger aus den USA. Sie wollen nicht akzeptieren, dass nur jene Gläubiger befriedigt werden, die 2001 dem seinerzeitigen Schulden-Schnitt mit Argentinien zugestimmt hatten.

US-Hedgefonds begehren volle Summe von 1,3 Milliarden Dollar

Die US-Hedgefonds begehen weiterhin die volle Summe von 1,3 Milliarden Dollar. Dies lehnt Kirchner ab, da ihr Land wegen „Dollar-Knappheit“ ansonsten sofort in die Zahlungsunfähigkeit schlittern würde. Nun hat sich China eingeschaltet, das mit den BRICS-Staaten bereits eine „alternative Weltbank“ aus der Taufe gehoben hat. Die Chinesen haben sich mit 7,5 Milliarden Dollar in den argentinischen Energiemarkt eingekauft, und so die aktuelle Kreditunwürdigkeit Argentiniens in diesen Bereichen behoben.

Schlussendlich könnte Argentinien ökonomisch vor der Pleite nur dann gerettet werden, wenn es sich von der Abhängigkeit von den USA löst und sich alternative Partner für die Finanzierung seines Schuldenberges sucht. Damit wäre das lateinamerikanische Land auch den US-Dollar als Parallel-Währung endlich los. 

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