Sanktionen: Russische Zentralbank bereitet Gegenschlag vor

Durch die neuen US- und EU-Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise könnte es zum globalen Finanz-Crash kommen. Ab sofort dürfen sich wichtige russische Bankinstitute wie die Sberbank, die VTB, die Gazprombank, die Vnesheconombank und die Rosselkholzbank am internationalen Kapitalmarkt weder Fremd- noch Eigenkapital beschaffen, das eine Laufzeit von mehr als 90 Tagen hat. Dies hat vor allem bei der „systemrelevanten“ Sberbank nachhaltige Auswirkungen auf die internationale Finanzwirtschaft.

Über die Sberbank laufen die Konten von 110 Millionen russischen Bürgern. Gleichzeitig sind an der Bank aber auch zu einem Drittel Investoren aus der EU bzw. den USA beteiligt. Die russische Zentralbank als maßgeblicher Miteigentümer der Sberbank ist nun auf dem Sprung zu weitreichenden Gegen-Sanktionen. Diese könnten den Westen und seine Finanzwirtschaft an den Abgrund bringen.

Moskauer Zentralbank erinnert an internationale Verflechtungen

Die Moskauer Zentralbank hat in einer Reaktion auf die Bank-Sanktionen daran erinnert, dass es weitreichende internationale Verflechtungen mit der Sberbank und anderen russischen Bankinstituten gebe. Darüber hinaus habe die Zentralbank über die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich weitreichende Einblicke in den internationalen Zahlungsverkehr und werde diese im Ernstfall auch „ausspielen.“ 

Für die Sberbank selbst stellte die russische Zentralbank Rubel- und Devisenreserven in „unbegrenzter Menge“ zur Verfügung, um die Sanktionsfolgen abzuwehren. Gleichzeitig intensiviert Moskau sein Engagement im Kreise der BRICS-Staaten für ein „alternatives Weltwährungssystem“, um die USA und die EU währungspolitisch auszubremsen. 

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