Monsanto muss Millionenentschädigung an US-Kleinstadt zahlen

Es ist ein erster Erfolg im Kampf gegen den auf Gentechnik spezialisierten Saatguthersteller Monsanto. Eine kleine Stadt im US-Bundesstaat West Virginia hat erfolgreich vor Gericht auf Schadensersatz gegen den Großkonzern geklagt. Dieser muss nun 93 Millionen Dollar Entschädigung zahlen, da die Monsanto-Fabriken die gesamte Stadt vergifteten.

Kleinstadt kontaminiert

Konkret ging es in dem Fall um eine Fabrik, welche von 1948 bis 2004 das hochgiftige Entlaubungsmittel „Agent Orange“ in der Stadt „Nitro“ herstellte. Agent Orange wurde während der Dutzenden Kriege der USA, etwa in Vietnam, als Entlaubungsmittel neben den sogenannten „Napalmbomben“ eingesetzt. Es gilt als chemischer Kampfstoff. Zahlreiche Kriegsverletzte, aber auch Studien zeigten die verheerenden Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit des Menschen. In kontaminierten Gebieten treten zudem häufig schwere körperliche und geistige Behinderungen bei Neugeborenen auf. In der Stadt Nitro war durch die Dämpfe der Fabrik nahezu jedes Haus kontaminiert.

Kampfstoffe nun in Unkrautvernichtern für Gärten

Monsanto muss nun die Dekontamination von 4500 Häusern, Tests über mögliche gesundheitliche Schäden der Bevölkerung und auch deren Behandlung bezahlen. Mitarbeiter von Monsantos ehemaliger Kampfstofffabrik sind von diesen Maßnahmen übrigens ausgeschlossen, obwohl bei ihnen die größte Gefahr von schweren gesundheitlichen Schäden bestünde.

Mittlerweile ergaben Untersuchungen in den USA, dass der Stoff Glyphosate, welcher in Agent Orange verwendet wurde, in dem Unkrautvernichter „RoundUp“ zu finden ist. Vermutet wird, dass Monsanto so nach dem Ende des Einsatzes von Agent Orange seine Restbestände loswerden möchte. Damit gelangt der chemische Kampfstoff in die Erde und schließlich in Obst und Gemüse.

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