Französischer Finanzminister organisiert Anti-USA-Allianz

Hinter den Kulissen des internationalen Finanzsystems bildet sich eine Anti-USA-Allianz. Neben den organisatorischen Aktivitäten der BRICS-Staaten rund um Russland mobilisieren auch westliche Industriestaaten gegen Washington. Grund dieser Allianz sind milliardenschwere Bankenstrafen, die US-Behörden gegen Banken aus Frankreich, Deutschland und Italien verhängt hatten. Architekten des Bündnisses sind Frankreichs Finanzminister Michel Sapin und der Chef der Pariser Notenbank, Christian Noyer.

Das sozialdemokratisch regierte Frankreich will sich mit der milliardenschweren Geldstrafe gegen das französische Bankinstitut BNP Paribas nicht abfinden, die US-Behörden wegen Geschäftsbeziehungen zu „Schurkenstaaten“, wie dem Iran, verhängt hatte. Vor allem die Höhe der US-Geldstrafe von neun Milliarden Dollar erbost Paris.

G-20-Gipfel in Australien soll US-Bankenstrafen behandeln

Derzeit mobilisieren Sapin und Noyer deutsche und italienische Verantwortungsträger in Regierung und Bankwesen, um die Abstrafung von internationalen Banken durch die US-Justiz auf die Agenda des G-20-Treffens im November in Australien zu setzen. Sapin möchte seine Amtskollegen Wolfgang Schäuble (Deutschland) und Pier Carlo Padoan (Italien) dazu bewegen, eine gemeinsame Initiative zu setzen. In Deutschland und Italien sind etwa die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Unicredit massiv von angedrohten Bankenstrafen der US-Behörden bedroht. 

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