Flüchtlingslager: Versagen der SPÖ-ÖVP-Koalition trifft kleinen Ort in Oberösterreich

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) wohnen in einer ruhigen, von Flüchtlingen oder anderen Ausländern weitgehend freien Gegend. Was ihnen – und vermutlich auch ihren Frauen – gar nicht passen würde, nämlich ein Übermaß an Asylsuchenden in der Nachbarschaft, muten sie der Bevölkerung zu. Wer dagegen aufbegehrt, wird dann noch als „fremdenfeindlich“ beschimpft. Die Menschen des kleinen Ortes St. Georgen in Oberösterreich wehren sich derzeit vehement gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung, weil der Ortsteil Thalham von Flüchtlingen übersät wird.

In Thalham befindet sich das Erstaufnahmezentrum West, also ein Flüchtlingslager ähnlich dem in Traiskirchen, wo der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) dem Treiben nicht mehr länger zusah und einen Aufnahmestopp verfügte. Seither werden von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), die eine von Pröll in die Regierung entsandte Politikerin ist, verzweifelt Ausweichquartiere gesucht. Ein cleverer Unternehmer witterte daraufhin gleich ein Geschäft und wollte im Burgenland ein heruntergekommenes Hotel für die Flüchtlinge adaptieren, doch der SPÖ-Bürgermeister Edi Zach war offenbar gar nicht so unglücklich, als der Plan an gewerbebehördlichen Vorschriften scheiterte. Die Bevölkerung reagierte ziemlich empört. Ein ähnliches Szenario gab es im oberösterreichischen Gallspach, wo es schon seit einigen Jahren ein Flüchtlingsheim in einem ehemaligen Hotel gibt.

3.000 Asylwerber pro Jahr in St. Georgen

Mit Empörung seiner Gemeindebewohner in St. Georgen im Attergau muss auch ÖVP-Bürgermeister Wilhelm Auzinger leben, seit im Erstaufnahmezentrum Thalham immer mehr Asylsuchende Platz finden. Laut FPÖ-Gemeindevorstand Franz Schneeweiß soll seinerzeit zwischen dem Bürgermeister und der zuständigen SPÖ-Landesrätin Gertraud Jahn eine Flüchtlingszahl von 120 Personen ausgehandelt worden sein, die im EAZ Thalham maximal untergebracht werden sollen. Doch nun seien es zeitweise 180 Personen. Eine Anzahl, die nach Meinung von Schneeweiß für einen Ort wie St. Georgen mit nur 4.200 Einwohnern zu hoch sei. Schneeweiß sagt gegenüber unzensuriert.at: „Pro Jahr werden rund 3.000 Asylwerber durch das Erstaufnahmezentrum geschleust. Wenn es auch nicht von offizieller Seite zugegeben wird, Kleinkriminalität hat in unserem Ort Einzug gehalten.“ Ihm, Schneeweiß, sei auch zu Ohren gekommen, dass SPÖ-Landesrätin Jahn in der Region rund um St. Georgen Quartiere für die Flüchtlinge sucht. „Das soll sie unterlassen“, fordert Schneeweiß die SPÖ-Politikerin auf, „denn die Situation ist ohnehin schon schwierig genug“.

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