Das medial angekündigte Großreinemachen in der Salzburg AG wegen der SPÖ-Postenschacheraffäre hat nicht stattgefunden.

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Proporz-Aufsichtsrat winkt SPÖ-Verhaltenskodex durch

Das medial angekündigte Großreinemachen in der Salzburg AG wegen der SPÖ-Postenschacheraffäre hat nicht stattgefunden. Es gab lediglich “gelbe Karten” für das SPÖ-nahe Spitzenmanagement rund um Vorstand August Hirschbichler. Auch auf einen Brief an den ehemaligen Landesfinanzreferenten David Brenner (SPÖ), der als Drahtzieher des “Verhaltenskodex” für die Beförderung roter Parteigenossen in der Salzburg AG ausgemacht wurde, konnte man sich noch einigen. Darüber hinaus herrscht ein Schweigekartell zur leidigen Angelegenheit rund um die Parteibuchaffäre in diesem landeseigenen Unternehmen. Auch der einzige Widerstandskämpfer gegen die Parteibuchwirtschaft, Gunter Mackinger, blieb entmachtet.

Bezeichnend ist, dass dieses Schweigekartell nicht nur durch ÖVP und SPÖ unterstützt wird, sondern dass auch die 2013 als “Aufdecker” angetretenen nunmehrigen Regierungsparteien Team Stronach und Grüne hier munter mitmachen. Der Proporz-Aufsichtsrat aus ÖVP, SPÖ, Team Stronach und Grünen hat den roten Verhaltendkodex einfach “durchgewunken” und ist zur Tagesordnung übergegangen. Offensichtlich möchte man gar nicht so genau wissen, was in der rot-schwarzen Ära Burgstaller-Haslauer in den letzten zehn Jahren in Sachen Postenvergabe vor sich gegangen ist.

Salzburger Nachrichten sehen keine Änderung in Salzburg AG

Heftige Kritik muss sich das Vierer-Parteienkartell durch das Leitmedium des Landes, die Salzburger Nachrichten (SN), gefallen lassen. SN-Redakteurin Sylvia Wörgetter geht mit der Vorgangsweise streng ins Gericht:

Um Gerechtigkeit ging es bei dieser Aufsichtsratssitzung nicht. Auch nicht um die Wahrheit. Es ging darum, die Ruhe wiederherzustellen. Bevor weitere Details der Einflussnahme von Rot und Schwarz, von Intrigen und Seilschaften ans Licht kommen? Auch die Repräsentanten von Grünen und Team Stronach im Aufsichtsrat – das sind LH-Stv. Astrid Rössler und Landesrat Hans Mayr – wollten es offenbar nicht genauer wissen, obwohl sie im Vorfeld ganz anderes angekündigt hatten. Interessant dabei ist, wie schnell man, sobald an der Macht und in der Regierung, nach einem Teil jenes Systems aussieht, das man gestern noch vehement abgelehnt hat.

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