Norwegen kooperiert trotz Sanktionen mit Russland

Wenn es um das internationale Energiegeschäft geht, dann verlieren offenbar auch US- und EU-Sanktionen ihre unmittelbare Wirksamkeit. Dies zeigt nun ein neues Kooperationsprojekt der norwegischen Erdölförderfirma Statiol gemeinsam mit der russischen Rosneft. Über die Rosneft-Tochtergesellschaft RN Nordic Oil AS haben die Russen nun begonnen, neue Ölfelder in der norwegischen Barentssee im Nordpolarmeer zu erkunden. Norwegen hatte sich zwar „formal“ den USA- und EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts angeschlossen, gleichzeitig treibt der Staat die gemeinsamen Projekte mit Russland im Energiesektor aber unbeeindruckt weiter.

Dass Rosneft und dessen Generaldirektor Igor Setschin mit auf der Russland-Sanktionsliste des Westens stehen, ficht Oslo und die norwegische Statiol jedenfalls nicht an.

Russischer 20-Prozent Anteil an Barentsseeförderung wird realisiert

Laut Mitteilung des norwegischen Energieministeriums vermutet man in den nun erschlossenen Förderfeldern insgesamt 1,9 Milliarden Barrel Öl und Gas. An diesem Gesamtförderaufkommen hält Russland über RN Nordic Oil AS seit 2013 einen 20-Prozent Anteil. Diese Felder werden nun gemeinsam erschlossen, ohne sich von Washington oder Brüssel daran hindern zu lassen.

Wie ernst es US-Firmen mit den Sanktionen gegen Moskau nehmen, hatte erst vor zwei Wochen die Erdöl-Firma ExxonMobil bewiesen, die in der russischen Karasee mit Hilfe einer norwegischen Förderplattform Probebohrungen begonnen hatte. 

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