Ukrainischer Wirtschaftsminister Pawlo Scheremeta tritt im Streit zurück

Jenes Regime in der Ukraine, auf das die USA und die EU seit einem halben Jahr gesetzt haben, befindet sich nun zunehmend in Auflösung. Ehemals Verbündete, die im Februar 2014 noch gemeinsam Staatspräsident Viktor Janukowitsch gestürzt hatten, stehen sich nun zunehmend als erbitterte Gegner gegenüber. In der vergangenen Woche verließen wegen anhaltender Unstimmigkeiten gleich zwei wichtige Mitglieder der Kiewer Regierung ihr Amt. Nachdem am Beginn der Woche Tetjana Schornowil als Antikorruptionsbeauftragte ihre Funktion zur Verfügung stellte, verließ auch der bisherige Wirtschaftsminister Pawlo Scheremeta die ukrainische Regierung.

Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte gegen den Willen des Wirtschaftsministers einen Handelsbeauftragten nominiert, was Scheremeta zum Rücktritt bewog. Schon vorher hatte Jazenjuk den Ressortchef kritisiert, da er offensichtlich jene „Reformen“wie etwa den Abverkauf wichtiger Staatsbetriebe, die der Ministerpräsident im Kreise der Oligarchen vereinbart hatte, nicht unmittelbar vollzogen hatte.

Wirtschaftsminister verlässt während Mega-Rezession sein Amt

Der bisherige Wirtschaftsminister Scheremeta verlässt während einer anhaltenden Mega-Rezession sein Amt. Im laufenden Jahr soll die ukrainische Wirtschaft um rund 6,5 Prozent deutlich schrumpfen. Ohne die Milliardenhilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union, wäre die ukrainische Volkswirtschaft bereits kollabiert. Durch den anhaltenden Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland wird sich kurz- und mittelfristig keine tatsächliche Besserung einstellen, sodaß die EU wohl weitere „Hilfs-Milliarden“ in das Abenteuer Ukraine wird stecken müssen.

 

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