Mehr als 80 Prozent der Franzosen zeigen Hollande die rote Karte

Mehr als 80 Prozent der Franzosen zeigen nach einer jüngsten Umfrage Staatspräsident Francos Hollande und seiner Regierung die rote Karte. So hat es die neue Regierung unter dem – mittlerweile zurückgetretenen – Sozialisten Manuel Valls nicht geschafft, wirtschaftspolitisch den Kurs zu korrigieren. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter und das Wirtschaftswachstum liegt seit Monaten bei Null, dazu kommt ein völliger Stillstand bei den Verwaltungsreformen. Dadurch haben die Bürger keinerlei Vertrauen mehr in die Administration von Hollande und Co.

Dazu kommt dass das Verfassungsgericht in Paris bei wichtigen Sozialreformen, die die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ankurbeln sollten ein Veto eingelegt hat. Damit liegen sämtliche Optimierungspläne in den nächsten Monaten auf Eis.

85 Prozent sehen Totalversagen bei Arbeitsmarktpolitik

Vor allem in Sachen Arbeitsmarktpolitik haben die Franzosen jegliches Vertrauen in Hollands Kurs verloren. So geben 85 Prozent an, dass die sozialistische Regierung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit nichts Konkretes erreicht hat. Weitere 84 Prozent der Franzosen können keine konkreten Erfolge im Hinblick auf die Stärkung der Wirtschaft erkennen. Und  82 Prozent der befragten Bürger lassen wissen, dass sie kein Vertrauen in die Regierung bei der Reduktion des Staatsdefizits haben. Obwohl die französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen erst 2017 sind, zeichnet sich jetzt bereits eine Riesenniederlage der Sozialisten an. Die Vorsitzende der erfolgreichen Oppositionspartei Front National liegt bei allen Umfragen an erster Stelle und lässt Hollande hinter sich.

Damit nicht genug, könnte sogar der von Korruptionsskandalen aus seiner Präsidentschaft beschäftigte Nikolas Sarkozy (UMP) bei einer Wiederkandidatur die Nase vor Hollande haben. Die Unzufriedenheit mit Holande führte nun auch zum Rücktritt von Ministerpräsident Valls und seiner sozialistischen Regierung. Mangels Alternative bestellte Hollande Valls aber neuerlich mit der Bildung eines Kabinetts. 

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