Berliner Bürgermeister Wowereit tritt als Stadtoberhaupt zurück

Der amtierende Bürgermeister der deutschen Bundeshauptstadt Berlin, Klaus Wowereit (SPD) hat nach knapp 13 jähriger Amtszeit seinen offiziellen Rücktritt angekündigt. Am 11. Dezember 2014 möchte er seinem Nachfolger die Amtsgeschäfte übergeben.  Der Sozialdemokrat Wowereit hatte Berlin 2002 bis 2011 mit einer SPD/PDS bzw SPD/DIE LINKE-Koalition regiert, seit 2011 war er Stadtoberhaupt einer SPD/CDU-Rathauskoalition gewesen. Lange Zeit galt Wowereit auch als bundespolitische Führungsreserve der SPD als Kanzlerkandidat oder Parteivorsitzender. Neben wachsenden Problemen mit Ausländerkriminalität, Asylwerberterror und Verslummung hatte Berlin vor allem mit dem Skandal rund um den Bau des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg zu kämpfen.

Wowereit war als Aufsichtsratsvorsitzender seit Jahren im politischen Dauerfeuer von Opposition und Medien wegen dieses Bauskandals. Zuletzt gründete sich im Frühjahr sogar eine Bürgerinitiative zur Absetzung Wowereits als Bürgermeister. Umfragen zeigten eine wachsende Ablehnung der Berliner gegen ihren Bürgermeister, – zuletzt sprachen sich nur mehr 26 Prozent für Wowereits Verbleib an der Stadtspitze aus. 

Machtkampf um Wowereits Position hat bereits begonnen

Parallel zur medialen Dauerkritik an Langzeitbürgermeister Wowereit scharrt die Schar der Kronprinzen bereits seit Jahren in den Löchern, um die politische Erbschaft in der Stadtregierung anzutreten. SPD-Landeschef Jan Stöß hat nach Medienberichten die größten Chancen, Wowereits Nachfolge anzutreten. 

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