Langes Schweigen zu Kindesmissbrauch wegen Angst vor Rassismus-Keule

Erschreckendes geht aus einem Bericht von Professorin Alexis Jay, einer ehemaligen Sozialarbeiterin hervor. In Rotherham sollen von 1997 bis 2013 mindestens 1.400 Kinder missbraucht worden. Zum Teil wären die Kinder von mehreren Männern vergewaltigt, in andere Städte entführt, geschlagen und eingeschüchtert worden. Die Kinder wurden offenbar zum Teil auch mit besonders grausamen Methoden, wie mit dem übergießen von Benzin, eingeschüchtert. Auch zur Prostitution seien die Jugendlichen gezwungen worden. Gelockt wurden die Mädchen und Jungen mit verschiedenen Mitteln wie einem Geschenk, Alkohol oder Drogen, aber auch die wahre Liebe wurde den Kindern von den Tätern vorgespielt.

Vorfälle führten bereits 2010 zu Haftstrafen

Schon 2010 wurde eine fünfköpfige Sexualstraftäter Bande mit pakistanischen Wurzeln verhaftet und zu langen Haftstrafen verurteilt. Damals war jedoch von einer weitaus geringeren Anzahl von Opfern die Rede. Der Stadtratsvorsitzende Roger Stone ist bereits zurückgetreten, jetzt wird auch der Rücktritt von Shaun Wright, der für die Polizei zuständig ist und bis 2010 für den Kinderschutz zuständig war, gefordert.

Angst für Rassismuskeule

Die Behörden und die Politik schauten die ganzen Jahre über weg. Es handelt sich bei dem von Alexis Jay verfassten Bericht immerhin schon um den Vierten der auf Fälle von sexuellem Missbrauch in Rotherham aufmerksam macht. Der erste wurde bereits 2002 verfasst und die Behörden wussten davon. Wie die Zeitung „theguardian“ berichtete glaubten die Behörden, dass die Sozialarbeiter nur übertreiben würden oder hatten Angst als rassistisch bezeichnet zu werden. Manche Polizisten hätten eben aus Unsicherheit und Furcht vor Diskriminierungsvorwürfen diesen Sachverhalt nicht aktenkundig werden lassen. Anderen sei vorgeschrieben worden, das nicht zu erwähnen.

Auch Alexis Jay schrieb folgendes in ihrem Bericht: „Es gab Bedenken, dieses ethnische Thema an die Öffentlichkeit zu bringen aus Sorge um den Zusammenhalt der Gemeinschaft“, so Alexis Jay.

In manchen Fällen wurden sogar Väter, die ihre Töchter befreien wollten, oder die Opfer selbst verhaftet, während die Sexualstraftäter straffrei davon kamen. In ihrem Bericht Zitiert Jay eines der Opfer wie folgt: „Gruppenvergewaltigung gehörte zum Aufwachsen in Rotherham dazu.“ Wie viele Fälle des Missbrauches es wirklich gibt ist unklar, da von den Behörden und der Polizei über Jahre hinweg einiges unter den Tisch gekehrt worden ist.

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