Gas wird schon jetzt teurer!

Ob der Gaspreis nun aufgrund des aktuellen Konflikts Russlands mit der EU und den USA erheblich steigen wird? Sicher ist, dass 250.000 Wiener Haushalte um neun Prozent mehr zahlen werden. Die zur Wien Energie gehörende Fernwärme hat rechtzeitig vor Winterbeginn an der Preisschraube gedreht. Begründet wird die Erhöhung mit hohen Kosten bei den Gaskraftwerken. Die Energieversorger kämpfen mit hohen Einkaufspreisen. Strom und Fernwärme aus Gas sind immer noch zu teuer in der Herstellung, die energiewirtschaftliche Situation in Europa und die angespannte Lage von Gaskraftwerksbetreibern verschärfen die Situation. Die Folge sind Verluste für die Wien Energie. Die betroffenen Kunden zahlen ab September im Durchschnitt für eine 70 Quadratmeter große Wohnung um fünf Euro pro Monat mehr.

Während Menschen frieren, greifen Grüne in den Steuertopf

„Offenbar reichen an die 320.000 von Armut betroffene Menschen und die Streichung des Heizkostenzuschusses SPÖ und Grünen noch lange nicht. Während auch diesen Winter zehntausende Menschen in ihren Wohnungen frieren werden, dürfen sich die Grünen wieder über 453.000 Euro aus dem Steuertopf für ihre dümmliche Wienwoche freuen“, zeigte sich der Neo-FPÖ-Gemeinderat Helmut Günther in einer Aussendung empört.

EU provoziert teureres Gas

Ein teurer Winter könnte auch in anderer Hinsicht drohen. „Kein Gas aus Russland„, lautet die Devise der EU – übrigens auf Wunsch der USA. Die Amerikaner wollen nämlich ihr Schiefergas in Europa verkaufen. Doch bis das möglich wird, vergeht noch einiges an Zeit, weshalb die EU an Übergangslösungen arbeitet, die den Steuerzahler Milliarden Euro kosten könnten. Litauen und Polen haben bei der EU beantragt, dass die europäischen Steuerzahler 75 Prozent der Kosten einer Gas-Pipeline zwischen den beiden Ländern übernehmen sollen.

Die Gas-Pipeline zwischen Polen und Litauen gehört zum Plan der EU, die Energie-Abhängigkeit des Baltikums zu beenden. Die drei früheren Sowjetrepubliken beziehen derzeit ihre gesamten Erdgas-Importe im Umfang von 5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr aus Russland. „Die Einreichung eines gemeinsamen Antrags auf EU-Unterstützung ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Projektes, das die isolierten Gas-Märkte der baltischen Staaten in den EU-Gasmarkt integrieren soll“, zitiert EurActiv Saulius Bilys, den Hauptgeschäftsführer von Litauens Gasnetzbetreiber Amber Grid. Der EU-Steuerzahler soll mehr als 400 Millionen Euro für das Projekt zahlen. Schlechte Aussichten also, in jeder Hinsicht.

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