FDP-Rebell Frank Schäffler gründet neues Freiheitsinstitut

Nach dem desaströsen Wahlergebnis für die Freien Demokraten im Freistaat Sachsen inklusive Rauswurf aus Regierung und Landesparlament droht neuer Streit in der Partei. Während bereits vor der Sachsen-Wahl eine linksliberale FDP-Gruppe in Hamburg die Gründung einer neuen Partei ankündigte, schert nun auch der FDP-Rebell Frank Schäffler aus. Vorerst gründet der Ex-Bundestagsabgeordnete und prominente Euro- und EU-Kritiker aber keine Partei, sondern nur einen liberalen „Think Tank“.

Unter dem Titel „Prometheus – Das Freiheitsinstitut“ möchte Schäffler eine Denkfabrik für eine grundlegende staats- und gesellschaftspolitische Neuorientierung Deutschlands etablieren.

Schäffler gewann Ex-Chefökonom der Deutschen Bank

Mit an Bord von Schäfflers Denkfabrik ist Thomas Mayer, ehemaliger Chef-Ökonom der Deutschen Bank. Mayer soll auch Kuratoriumsvorsitzender von „Prometheus“ werden. Das neue Institut soll parteipolitisch völlig unabhängig sein und versteht sich ausdrücklich nicht als Vorfeldorganisation der FDP. Bereits vor der Sachsen-Wahl hatte der dortige FDP-Landeschef Holger Zastrow davor gewarnt, Persönlichkeiten wie Schäffler einfach „rechts“ liegen zu lassen und nicht in den Diskurs der Partei einzubinden.

Diese „Scheuklappenpolitik“ der FDP-Bundesführung war offensichtlich mit ein Grund für die Strafaktion der Wähler gegen die Sachsen-FDP, die sehr viele Bürger in Richtung der neuen Partei „Alternative für Deutschland“ verlassen hatten. Dazu kamen hausgemachte Probleme wie ein von der AfD aufgedeckter Postenschacherskandal.

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