Brutaler Schläger schon wieder aus der Haft entlassen

Im Jahr 2009 kam es in München zu einem schrecklichen Todesfall. Bei einer S-Bahn Station in der bayrischen Hauptstadt wurde Dominik Brunner einfach im Weg. Zwei Jugendliche wollten auf vier ihnen gegenüberstehende Schüler einschlagen, als sich der Manager Brunner dazwischen stellte und fast schon heldenhafte Zivilcourage bewies. Dies sollte jedoch sein größter Fehler sein. Es kam zu einer groben Schlägerei und der 50-jährige Mann wurde das Opfer von roher Gewalt.

Täter wieder freigelassen

Der Verteidiger der vier Jugendlichen wurde im Zuge der Prügelei so schwer verletzt, dass sein Herz aufhörte zu schlagen und er noch am Tatort in München-Solln verstarb. Die beiden jugendlichen Sebastian L. (damals 17) und Haupttäter Markus S. (damals 18) wurden in U-Haft genommen und knapp ein Jahr später, im Jahr 2010, wurde der Prozess eröffnet.

Neun Jahre und zehn Monate wegen Mordes für den Hauptschuldigen Markus S. lautet das Urteil. Der etwas jüngere Sebastian L. bekam sieben Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Da die Untersuchungshaft angerechnet wird und es in Bayern bei einer guten Führung üblich ist, die Häftlinge frühzeitig zu entlassen, kam der Schläger L. nun schon frei – und zwar ein ganzes Stück früher, als es üblich wäre. Ein Drittel seiner Haftstrafe wurde ihm erlassen und anstatt 2017 konnte er schon 2014 das Gefängnis verlassen. Davor schloss das ehemalige Heimkind, heute 22, aber noch seine Lehre hinter Gittern ab.

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