Verhaftungswelle gegen Christen im Iran

Nicht nur im Irak und in Syrien werden Christen sukzessive von Muslimen verfolgt und unterdrückt, auch im streng religiösen Iran sind Christen Verfolgung und Repression ausgesetzt. Laut der christlichen Organisation “Open Doors” wurden jüngst mehr als 60 Christen vom iranischen Regime verhaftet, da sie angeblich eine “Verschwörung” planten.

Christen als “Spione” und “Revolutionäre” diffamiert

Christliche Gemeinden müssen im Iran im Geheimen operieren. Sie dürfen keine öffentlichen Veranstaltungen abhalten, Informationsmaterial verbreiten oder gar Gotteshäuser betreiben. So kommt es, dass die stark wachsende Zahl der Christen im Iran Hausgemeinden bilden muss und Gottesdienste in Privathäusern abgehalten werden. Nun wurde eine lokale Hausgemeinde in Teheran vom iranischen Geheimdienst hochgenommen und über 60 Mitglieder verhaftet. Den Christen werden Spionage und eine Verschwörung, welche “die islamische Gesellschaft vom Weg der Wahrheit abzubringen sollte”, vorgeworfen. Bei den meist brutalen Razzien werden den Christen Bibeln, Handy, Laptops und andere Habseligkeiten weggenommen. Danach werden sie bei Verhören misshandelt und haben kein Anrecht auf Anwälte.

Spitzel und Spione oft in Familien

Die christlichen Hausgemeinden können aber oft nur ausgehoben werden, weil das iranische Regime über ein enormes Spionagenetzwerk verfügt. Meist werden christliche Internetseiten gehackt und E-Mails gelesen. Aber auch in den Reihen der eigenen Familie sind Spitzel für das Regime zu finden. Den meisten Muslimen ist es ein Dorn im Auge, wenn ein Familienmitglied zum Christentum konvertiert, und so wird es dann an die Religionswächter verraten.

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