Strafaktion? Komitee gegen Binnen-I aufgelöst

Ein Sturm tobt schon lange um die deutsche Sprache. Explizit um die “geschlechtersensible Ausdrucksweise” von deutschen Wörtern, wie es so manche Kampfemanze gerne harmlos bezeichnet. Heraus kommen dabei oftmals gedankenlos und völlig wirr gegenderte Wörter, welche am Ende keinem mehr so richtig verständlich sind. Auch das Binnen-I ist ein solcher gutmenschlicher Einfall und trägt mehr zum Unverständnis als zur Leserlichkeit bei. Den Gegnern dieser Sprachverhunzung wurde nun von staatlicher Seite der Garaus gemacht.

Auflösung, weil nicht gegendert?

Das Normungsinstitut Austrian Standards hat das Komitee “Büroorganisation und schriftliche Kommunikation” aufgelöst, welches sich in der Vergangenheit öffentlich gegen das Binnen-I ausgesprochen hat. Die Initiatorin Walburg Ernst scheiterte demnach ausgerechnet an “schwerwiegenden Verstößen gegen Grundregeln der Normungsarbeit”. Hat sie etwa nicht ausreichend gegendert? Das Binnen-I nicht oft genug in ihrer Gegenkampagne verwendet?

Man weiß es nicht genau und doch wird ihr weiter vorgeworfen, dass eine “mangelnde Bereitschaft des Komitees zum Dialog und zur ernsthaften Auseinandersetzung mit den Meinungen anderer” bestanden habe. Die Dame hat ihre genderverzückten “MitbürgerInnen/MitmenschInnen” also nicht ganz ernst genommen. Wer kann es ihr verdenken?

Keine weibliche Form in Texten

Aufsehen hat das Komitee mit der Nummer 045 in letzter Zeit erregt, weil es ganz entgegen der politisch korrekten Meinung dazu riet, in der ÖNORM A 1080 einfach Generalklauseln anstatt weiblicher Formen oder dem Binnen-I zu verwenden. Was unliebsam ist, wird nun einfach aus dem Weg geräumt.

Die langjährige Chefredakteurin der Zeitschrift “Büro und Sekretariat” wird damit aber nicht gekündigt, weil sie tatsächlich gar nie als Komiteeleiterin angestellt war. Am 15. Oktober will Austrian Standards einen Dialog zum Thema “Geschlechtersensibler Umgang mit Sprache” starten, bei dem auch das ehemalige Komitee 045 eingeladen wird – im Allgemeinen kann sich dort jeder anmelden, der ein Interesse an der Thematik bekundet, heißt es von Seiten des Instituts.

Skurril jedoch, dass ausgerechnet ein Institut wie Austrian Standards, welches auch für die Normung der deutschen Sprache verantwortlich ist, einen englischen Namen trägt noch dazu eine englische Erklärung für seine Arbeit angibt: “setting standards. creating values” – der Fortschritt darf bezweifelt werden.

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