Frauenministerin zieht keine Konsequenzen aus Haxen-Spreizer

Wenn es um die eigenen Parteigenossen geht, nimmt die zuständige Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) nicht einmal nachgewiesenen Sexismus politisch zur Kenntnis. Beim heurigen Donauinselfest in Wien, welches vom 27. bis 29. Juni 2014 stattfand, hatte auch die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) einen Stand, an dem neben anderen auch ein Getränk mit dem Namen “Haxen-Spreizer” um 2,60 Euro angeboten wurde. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wurde das Angebot mit einer eindeutigen Erklärung, einem Foto von zwei nackten Damenbeinen, unterlegt.

FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein wollte nun von der Ressortchefin wissen, welche Konsequenzen sie in den eigenen Reihen aus solch einem eindeutig sexistischen Werbeangebot zieht. Denn der Stand war klar der SPÖ zuzuordnen. 

Heinisch-Hosek sieht keine SPÖ-Verantwortung

Die beiden Verkäufer an diesem Stand, eine Frau und ein Mann, trugen beide eine rote Gewerkschaftsjacke mit entsprechendem Aufdruck, es ist daher davon auszugehen, dass es sich um Gewerkschaftsfunktionäre gehandelt hat. Im Übrigen war der FSG-Stand der einzige, der dieses Getränk anbot. Doch die rote Frauenministerin sieht offensichtlich keine tatsächliche SPÖ-Verantwortung, und vertröstet “gegendert” auf allfällige Konsequenzen:

Mir ist der Sachverhalt bekannt, allerdings hat es sich, soweit mir bekannt ist, beim angesprochenen Stand nicht um einen jener Stände gehandelt, die direkt  von der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen betreut wurden. (.) Die Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen ist ein Verein. Ihre internen Angelegenheiten fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich meines Ressorts. Aufgrund der  umgehenden Reaktion der Verantwortlichen bin ich überzeugt, dass die Fraktion  sozialdemokratischer GewerkschafterInnen, die Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus  und Diskriminierungen entschieden ablehnt, angemessen reagiert.

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