Autofahrer werden auch in Währing für dumm verkauft

Nach dem Bekanntwerden eines offensichtlich groben Parkproblems in der Wiener Josefstadt erhitzen sich nun auch die Gemüter in anderen Bezirken. Unzensuriert.at bekam eine äußerst interessante Nachricht eines Bewohners aus Währing, der den Sachverhalt im 18. Wiener Gemeindebezirk schildert. Bei all diesen Missständen und Versäumnissen darf man sich mit Recht fragen, ob eine vermeintlich ausgebildete Person oder ein Vorschulkind im Wiener Rathaus dafür zuständig ist.

Baustellen so weit das Auge reicht

Während im 8. Wiener Gemeindebezirk die Anrainer mit einer großangelegten Parkflächenvernichtungsaktion zu kämpfen haben und an jeder Ecke ein Baustellenschild das Parken untersagt, scheint es dem Währinger Bürger ähnlich zu gehen.

„Allein in der Anastasius-Grün-Gasse zwischen Gürtel und Gymnasiumstraße gab es drei dieser baubedingten Halteverbote. Gleich ums Eck dann eines in der Weitlofgasse beim Währingerpark, nächstes Eck Edelhofgasse, wieder gleich ums Eck in der Gymnasiumstraße, darüber hinweg gleich zwei hintereinander in der Colloredogasse, Weimarerstraße, Cottagegasse usw.usf“, schilderte ein Bürger per Zuschrift die Zustände aus dem Sommer 2013.

von 0 bis 24 Uhr gesperrt

Mit diesem Problem scheint ganz Wien zu kämpfen, während im Rathaus mit dem Dienstwagen vorgefahren wird. „Zudem gelten die Halteverbote in fast allen Fällen von 00:00-24:00 (auch am Wochenende, Sonn- und Feiertagen), wobei es weder arbeitsrechtlich möglich sein kann, dass dort rund um die Uhr gearbeitet wird, noch der Realität entspricht“, erörtert der Schreiber weiter.

Während sich all dies im voriges Sommer abspielte, scheint sich die Geschichte aber diesen Sommer auch in Währing zu wiederholen. So mussten die Währinger Bürger mit Bedauern feststellen, dass wohl immer noch die gleichen Personen für die Vergabe, Bewilligung und Planung von Halteverboten zuständig sind. Nach Schilderungen sind aktuell einige Wagenlängen in der Anastasius-Grün-Gasse von 0 – 24 Uhr nicht beparkbar, weil dort eine Baustelle entstehen sollte. Ähnlich verhält es sich in den Nebengasse, wo kaum ein Bereich ohne 24-Stunden-Parkverbot zu finden ist.

Die besagte Beschilderung und damit auch das Parkverbot finden sich dort seit dem 1.8.2014 – ein Baustellenfahrzeug wurde jedoch erst ein geschlagenes Monat später dort entdeckt. Derzeit könne man ab und zu einen (maximal einen!) Lastwagen oder ähnliches in dem abgesperrten Bereich antreffen, „jedoch niemals vor 06.00 Uhr und auch nicht nach 16.00 Uhr.“ – „Der dumme Autofahrer wird’s schon verkraften“, scheint das fröhliche Motto der Baustellenplaner im Rathaus zu sein.

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