Türkei macht Rückzieher bei Militärhilfe gegen IS

Noch vor einigen Tagen kündigte das NATO-Mitglied Türkei massive Unterstützung im Kampf gegen die Terroristen des Islamischen Staates an. Diese Zusage entpuppte sich nun aber laut Informationen der Zeitung The Times of Israel als bluff. So dürfen weder die USA noch ihre Verbündeten Angriffe von türkischen Militärstützpunkten gegen den IS im Irak und Syrien fliegen.

Türkei sieht sich in Opferrolle

Am erst kürzlich vonstatten gegangenen NATO-Gipfel lehnte die Türkei jegliche Waffenlieferungen und militärische Aktivitäten gegen den Islamischen Staat ab, lediglich zu humanitären Einsätzen sei man bereit. Obwohl die Türkei nachweislich massiven Anteil am Aufstreben der Dschihadisten in Syrien und im Irak hat – so durften Kämpfer ungehindert Grenzen passieren und Verletzte wurden in türkischen Spitälern versorgt -, sieht sich das muslimische Land selbst als Opfer des IS. Aus Angst vor der Ermordung einiger türkischer Geiseln im Irak sowie vor Racheaktionen der Islamisten auf türkischem Territorium scheut man eine militärische Kooperation mit den USA.

Der amerikanische Außenminister John Kerry versucht hingegen im arabischen Raum, eine Allianz gegen die Islamisten zu bilden. So sicherten nun auch ehemalige Unterstützer des IS wie Saudi-Arabien und Katar ihre Hilfe im Kampf gegen die Terroristen zu. Bei einem Besuch Kerrys in der Türkei letzten Freitag dürfte sicherlich der Disput der beiden NATO-Staaten rund um die Hilfe im Kampf zur Sprache gekommen sein.

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