Katalanisches Unabhängigkeitsreferendum findet am 9. November statt

Neuen Schwung erhält die katalanische Unabhängigkeitsbewegung durch die Abstimmung in Schottland vom vergangenen Donnerstag. Obwohl die Schotten mehrheitlich für einen Verbleib bei Großbritannien votiert hatten, sehen die Katalanen ihren Anspruch auf Unabhängigkeit von Madrid bestärkt. Nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe des schottischen Ergebnisses beschloss das Regionalparlament in Barcelona mit einer 80-prozentigen Mehrheit die Anordnung der Abstimmung für den 9. November 2014.

Mas: Katalonien sei älter als spanische Verfassung

Der regionale Regierungschef Kataloniens, Artur Mas, rechtfertigt die Abstimmung mit einem historischen Anspruch der Katalanen, ihre eigenen Angelegenheiten regeln zu dürfen. Den Zentralisten in Madrid wirft er vor, nicht anzuerkennen, dass die erst 1978 erlassene spanische Zentralverfassung die regionale Unabhängigkeitsabstimmung gar nicht regeln könne.

Starke Unterstützung erhält die katalanische Unabhängigkeitsbewegung auch auf der Ebene der Gemeinden, die in hohem Maße von Madrid unabhängig sein wollen. Im Gegensatz zu Großbritannien hat Spanien keinen Plan B bei einem erfolgreichen Referendum in der Schublade, was der Abstimmung zusätzliche Brisanz gibt. 

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