Rasen am Ring wurde zum Flop

Zum achten Mal fand nun der “Rasen am Ring” auf Initiative der Organisatoren des “autofreien Tags”, der etwa Greenpeace angehört, in der Wiener Innenstadt statt. “Wir holen uns die Straße zurück”, hieß es auf einem der Transparente, doch der Andrang hielt sich bei weitem in Grenzen. Die für Autofahrer gesperrte Ringstraße zwischen der Oper und dem Parlament präsentierte sich zumindest von 10 bis 16 Uhr (gesperrt war bis 22 Uhr) durchwegs leer – was vor allem auch daran liegen dürfte, dass selbst ein Großteil der grünen Klientel an einem Montag einer regulären Arbeit oder einem Studium nachgeht. Bis dato fand der “autofreie Tag” an einem Wochenende statt. Sicherlich trug auch der Wettergott seinen Teil dazu bei, dass kaum ein Mensch auf dem grünen Rasen flanieren wollte, zumal es teils heftige Regenfälle gab.

HC Strache kritisiert Pflanzerei

Die Medienberichterstattung viel durchwegs negativ aus. “Leerer Rasen-Ring, aber Megastau”, titelte etwa die Tageszeitung Heute. Die Zeitung Österreich berichtete von 5.000 Teilnehmern, die “gefeiert” hätten. Dem gegenüber standen 33.000 Autofahrer die im Stau standen. FPÖ-Chef HC Strache sprach von einer Pflanzerei. Wenig begeistert zeigt sich auch der freiheitliche Klubobmann des ersten Bezirks, Georg Fürnkranz. Dieser kündigte einen Anträge gegen den Mißbrauch des Demonstrationsrechts aber auch gegen die Radraser am Ring an. “Es ist unerträglich, dass grüne Vorfeldorganisationen unter Mißbrauch des Demonstrationsrechts mutwillig die Innenstadt mit einer halblustigen Veranstaltung blockieren und damit Schaden für Bewohner und Wirtschaft anrichten”, empört sich Fürnkranz.

Grüne sollten lieber gegen Radraser vorgehen

Vielmehr wäre es höchste Zeit, dass die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou gegen die teilweise extremen Radraser in der Innenstadt etwas unternehme: Eine Messung im heurigen Sommer habe ergeben, dass am Radweg Kreuzung Schottenring/Hohenstaufengasse (Radfahrüberfahrt), weniger als 10% der Radfahrer die 10 km/h Beschränkung  berücksichtigen und die gewichtete Durchschnittsgeschwindigkeit sogar bei 32 km/h liege, erklärt Fürnkranz. Mithilfe zweier Anträge für die dieswöchige Bezirksvertretungssitzung im 1. Bezirk werde die FPÖ versuchen, das und den Rasen am Ring abzustellen, so Fürnkranz. Angesichts des heurigen Misserfolges scheint eine Fortsetzung dieses “Events” ohnehin ungewiss.

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