Auszug: Zu wenig Luxus für Asylanten in Kärnten

Ursprünglich war in einer Villacher Turnhalle ein Boxplatz für die Polizei vorgesehen. Durch die immer dringender werdenden Plätze für die zahlreich ankommenden Flüchtlinge in ganz Österreich, wurde die Sporthalle aber kurzerhand umfunktioniert. 30 Betten stehen dort zur Verfügung und bieten ein Dach über dem Kopf sowie feste Mahlzeiten zu geregelten Uhrzeiten. Dies passte den Neuankömmlingen aber ganz und garnicht.

Zu wenig Luxus im Turnsaal

Nach nur 6 Tagen Aufenthalt in der voll eingerichteten und ausgestatteten Turnhalle verließen die rund 30 Asylanten schon wieder ihren Unterkunftsort. Es gab laufende Beschwerden, dass zu wenige Steckdosen für ihre Handy zur Verfügung stehen würden. Auch über die Essenszeiten bekam man Beschwerde, schließlich wollten die Flüchtlinge essen wann sie wollten und nicht zu vorgegebenen Essenszeiten drei Mal am Tag.

Weil außerdem kein WLAN in der Turnhalle installiert war, wanderten die Flüchtlinge in eine bessere Unterkunft in Wien-Erdberg weiter, von wo aus sie nun auch mit ihren Verwandten in der Heimat kommunizieren können. Die 30 Betten in der Turnhalle stehen allerdings leer und der Platz sollte bald wieder der Exekutive zur Verfügung stehen. “Flüchtlingsjahre sind halt keine Herrenjahre. Wir dachten, sie wären froh, Essen und ein Dach über dem Kopf zu haben”, erklärte ein Kärntner Polizist gegenüber einer Villacher Zeitung.

Drei sponsert WLAN

“Es stimmt, dass die Flüchtlinge eine bessere Unterkunft gefunden haben, wo es mehr Steckdosen und auch WLAN gibt, sie wollten halt mit den Angehörigen daheim kommunizieren. Das war vom Turnsaal aus nicht möglich”, so Pressesprecher Rainer Dionisio gegenüber der Tageszeitung Österreich.

Indes verkündete der Mobilfunkbetreiber Drei heute, für etliche Asylquartiere in Österreich gratis WLAN zur Verfügung zu stellen, um den Flüchtlingen den Kontakt in die Heimat zu ermöglichen. Bleibt nur die Frage, wie groß die Not tatsächlich ist, wenn ein WLAN fähiges Handy immer im Gepäck ist.

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