Ebola könnte bald in die Hände des IS fallen

Der Ausbruch von Ebola in Westafrika sowie der Vormarsch des Islamischen Staates (IS) im Nahen Osten könnten zu einer tödlichen Symbiose führen. Der ehemalige US-amerikanische Professor für Innere Sicherheitsangelegenheiten, Al Shimkus, meint, IS-Terroristen, aber auch andere Islamisten, könnten mit Leichtigkeit den Ebola-Virus aus Westafrika schmuggeln und als Kampfstoff missbrauchen. Andere Sicherheitsberater warnen ebenfalls vor solchen Szenarien.

Mit Ebola infizierte Selbstmordattentäter?

Ebola könnte im Verbreitungsgebiet Westafrika etwa der Islam-Terrorgruppe Boko Haram aus Nigeria in die Hände fallen. Es genüge schon kleine Mengen der Flüssigkeiten von infizierten Menschen zu extrahieren und später in Biowaffen zu verarbeiten, da das Ebola-Virus zwei Tage ohne Wirt überleben kann. Boko Haram unterhält Berichten zufolge außerdem enge Kontakte zum IS. Ein anderes mögliches Szenario wäre das Rekrutieren von Selbstmordattentätern, welche sich absichtlich mit Ebola infizieren und später etwa nach Europa oder die USA reisen würden, um so das Virus unter den „Ungläubigen“ zu verbreiten. Dies wäre eine völlig neue Dimension des Dschihad.

Experten geteilter Meinung

Neben Shimkus warnen auch andere Experten vor der Biowaffengefahr durch Ebola. Amanda Teckman von der Seton-Hall-Privatuniversität in New Jersey schrieb 2013 in dem Artikel „The Bioterrorist Threat of Ebola in East Africa and Implications for Global Health and Security„, dass Ebola vor allem von Islamistengruppen benutzt werden könnte, welche momentan unter dem Medienrummel des Islamischen Staats in Vergessenheit geraten, wie etwa Al-Kaida oder eben Boko Haram. So könne man die Aufmerksamkeit Weltöffentlichkeit schnell auf sich lenken, so Teckman.

Andere Experten wie Nicholas G. Evans sehen in Ebola aber keinen „nützlichen“ Kandidaten für Biowaffen. Das Virus verbreite sich zu langsam und dann auch nur über Körperflüssigkeiten, was den Aufwand im Vergleich zum erwarteten Ergebnis nicht „rentabel“ machen würde.

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