Pfarre St. Stephan veranstaltet Nacht der Mystik

Seit 2008 veranstaltet der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Dompfarre St. Stephan und Philosoph Dr. Johannes Berchtold die Nacht der Mystik. Am 24.Oktober 2014 ab 20 Uhr im Wiener Stephansdom findet diese Veranstaltung zum siebenten Mal statt. Der gesamte Stephansdom wird mit seinen architektonischen Weiten in das Mysterienspiel eingebunden sein. Gelesen werden heuer Texte von Bernhard von Clairvaux. Musikalisch wird diese geistliche und philosophische Veranstaltung vom Domorganisten begleitet. Der Abt, Kreuzzugsprediger und Mystiker Bernhard von Clairvaux war einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, dessen Ausbreitung er in ganz Europa vorantrieb. Er warb auch für die Teilnahme an den Kreuzzügen in den Nahen Osten und ist der Begründer der christlichen Herz-Jesu-Verehrung.

Johannes Berchtold als Initiator der Mystik-Nächte

Veranstalter Johannes Berchtold ist als Mitglied des Pfarrgemeinderates zu St. Stephan gemeinsam mit Dompfarrer Toni Faber langjähriger Mentor der Nacht der Mystik. Berchtold, ursprünglich aus Vorarlberg stammend, ist als Geisteswissenschafter ein ausgewiesener Kenner der klassischen Philosophie des Abendlandes. Von 1994 bis 2000 war er unter anderem Mitherausgeber des Freiheitlichen Jahrbuchs “Freiheit und Verantwortung” des Freiheitlichen Bildungsinstituts. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Pfarre St. Stephan ist Berchtold Männerforscher im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Seit 2008 steht die Veranstaltungsreihe im Zeichen des Dialogs zwischen Mystik, Religion und Kunst. Berchtold tritt mit seiner Veranstaltung bewusst gegen die in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allem in die christlichen Religionsgemeinschaften stattgefundene Vernachlässigung der Mystik ein

Die feierliche Mysterienveranstaltung, die alle Jahre wieder im heiligen Dom zu St. Stephan durchgeführt wird, soll wieder einen Dialog zwischen der christlichen Religion und der Mystik auslösen und weitertragen. Im Zentrum steht das individuelle Erfassen des Übersinnlichen. Eingebettet ist die Veranstaltung in die magische Hülle der Nacht.

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