Wien-Josefstadt ist neuer Drogen-Hotspot der Bundeshauptstadt

Nach der teilweisen Auflösung der seit den 1980er Jahren bestehenden offenen Drogenszene am Wiener Karlsplatz hat sich in und um die U-Bahn-Station Josefstädter Straße eine neue Szene gebildet. Am Anfang waren es nur Obdachlose, erst später kamen die Drogensüchtigen. Seit diesem Zeitpunkt hat sich das Gebiet rund um die U-Bahn-Station zu einem weiteren Schandfleck am Wiener Gürtel entwickelt. Immer mehr Gürtellokale fürchten um ihr Image, die Inhaber fordern daher mehr Polizeipräsenz. Fakt ist, die bürgerliche Josefstadt hat ein Drogenproblem. Eine Mitschuld an den negativen Entwicklungen hat auch die Politik der Gutmenschen. Jahrelang hat man zugeschaut und die Probleme nur schöngeredet.

Die Drogenszene hat sich auch auf umliegende Plätze ausgeweitet

Direkt vor der U-Bahn-Station wird nicht nur im gedealt, sondern die Suchtmittel werden auch direkt auf offener Straße konsumiert. Das Drogenproblem hat sich nun auch auf umliegende Plätzte ausgeweitet. Neben dem Uhlplatz in der Josefstadt haben sich die Probleme auch auf dem Vorplatz zwischen Yppenheim und Hernsaler Hof in Ottakring dramatisch zugespitzt. Der Bezirk plant nun die Umgestaltung des Platzes. Doch wie dieser genau aussehen soll, darüber scheiden sich die Geister. Eine Attraktivierung des Platzes wäre aus der Sicht der Ottakringer Freiheitlichen keine Alternative, da sich dadurch die Drogenszene komplett auf den Yppenheim-Vorplatz verlagern würde.

Ein weiterer Drogenhotspot ist bereits im entstehen

Von Seiten der Bezirksvorsteher der Josefstadt und Ottakrings wird die immer schrecklicher werdende Situation nur achselzuckend zur Kenntnis genommen. Die Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Veronika Mickel (ÖVP), spricht gar vom Aufbauschen der Situation durch die Anrainer, welche unter dieser Situation leiden. Auch im Nachbarbezirk der Josefstadt dürfte sich schon bald eine weitere Drogenszene etablieren. Ohne jegliche Bürgereinbindung soll Mitte November in Alsergrund ein Tageszentrum für Suchtgiftabhängige entstehen. Auch der Standort des geplanten Zentrums für Suchterkrankte dürfte nicht optimal gewählt worden sein. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen. Auch das Geburtshaus von Franz Schubert (? 19. November 1828), eines der bekanntesten österreichischen Komponisten, befindet sich direkt gegenüber dem neuen Drogenberatungszentrum. Das Geburtshaus zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des neunten Bezirks. Das neue Tageszentrum für Suchtgiftabhängige dürfte jedoch nicht nur den Touristen ein Dorn im Auge sein. Bereits vor der Eröffnung gab es massive Gegenwehr der Anrainer. Es darf jedoch angenommen werden, dass auch hier, wie im Rot-Grün regierten Wien üblich, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung wieder nicht ernst genommen werden.  

Anstatt noch stärker auf Prävention zu setzen und vor exzessivem Drogen- und Alkoholkonsum zu warnen, fordern SPÖ und Grüne neben weiteren Drogenberatungszentren auch eine Liberalisierung von Drogen und treten speziell für die Freigabe von Cannabis ein. Von der FPÖ wird dies kategorisch ablehnt.

Auch das aktuelle FPÖ-TV-Magazin berichtet über die neuen Drogenhotspots der Bundeshauptstadt (Beitrag ab 5:56 Minuten).

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