Asylanträge stiegen um 150 Prozent - Dschihadisten sind überwiegend Asylanten

27. Oktober 2014 - 8:23

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Die aktuellen Zahlen der Asylanträge in Österreich geben Anlass zur Sorge. Alleine im vergangenen Monat September stieg die Zahl der Antragssteller im Vergleich zum Vorjahr um ca. 150 Prozent. Um 3.500 Anträge gab es mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Dies verschärft die Situation rund um die Unterbringung aller Asylwerber umso mehr.

IS-Kämpfer aus Österreich durchwegs Asylanten

Sieht man sich die Herkunftsländer der meisten Asylwerber an, wird rasch klar, dass es sich durchwegs um Muslime handelt. Vor allem aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien strömen die Flüchtlinge ins Land. Laut Informationen der Kronen Zeitung soll es sich bei über der Hälfte der knapp 60 aus Österreich kommenden IS-Kämpfer, um hierzulande anerkannte Asylwerber handeln. Die meisten kommen ursprünglich aus Tschetschenien oder der Türkei, aber auch die Zahl der konvertierten Österreicher, welche in den Dschihad ziehen, sei sehr hoch.

Heimische muslimische Vertreter wie Saime Öztürk von der Muslimischen Jugend Österreichs sehen sich hingegen wieder einmal in der Opferrolle. So geschehe die Diskriminierung muslimischer Jugendlicher oft schon in der Schule, was wiederum den Nährboden für Extremismus bilden würde. Der Salzburger Politikwissenschaftler Farid Hafez meint gar, die „Islamophobie“ sei Teil des globalen Diskurses rund um die muslimischen Extremisten. Nach der harschen Kritik am geplanten neuen Islamgesetz zeigt die Muslimische Jugend in Österreich wieder einmal keinerlei Schuldbewusstsein in Bezug auf die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher. Ansätze der kritischen Selbstreflexion sind ein Fremdwort.

11.000 ausländische Kämpfer für Islamischen Staat

Laut einem aktuellen Individual Case Safety Report sind momentan über 11.000 ausländische Kämpfer für die Terroristen des Islamischen Staates in Syrien und dem Irak im Einsatz, Tendenz steigend. Die größten Gruppen bilden dabei Europäer und Araber, danach kommen Dschihadisten aus Südostasien, Nordamerika, Australien und Afrika. Alleine aus Europa sollen laut offiziellen Zahlen über 2.000 Kämpfer den Weg in den Nahen Osten gefunden haben, gemessen an der Bevölkerungsgröße befindet sich Österreich im Spitzenfeld. Aber auch aus China, den USA und Australien wurde in letzter Zeit ein großer Zustrom verzeichnet. Auf lange Sicht erwarten die Macher der Studie einen anhaltend hohen Zustrom ausländischer Kämpfer in den Nahen Osten, auch wenn der kommende Winter diesen ein wenig reduzieren könnte.

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