Andreas Unterberger: Faymann transferierte Wiener Korruptionssystem in die Bundespolitik

Der Unterberger traut sich was! Das dachten wohl alle, die in Steyr zum Vortrag des früheren Chefredakteurs der Tageszeitung Die Presse und der Wiener Zeitung, Andreas Unterberger, zum Thema “Wie unabhängig sind Österreichs Medien wirklich?”  kamen. Mutig und erschreckend zugleich war seine Analyse über Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und dessen Auswirkungen auf die Medien: “Seit Faymann in die Bundesregierung gegangen ist, hat er ein Korruptionssystem, das aus der Wiener Landespolitik gekommen ist und das dort nach wie vor aktiv praktiziert wird, in die Bundespolitik hinein transferiert.”

Unterberger beklagte aber nicht nur Faymanns Rolle in der Medienpolitik, sondern auch die Beeinflussung der Inserenten, der Wirtschaft und der Politik im Allgemeinen. Es sei immer schlimmer geworden – die objektive harte Wahrheit in den Medien gebe es kaum mehr. Der Journalist, Publizist und erfolgreiche Blogger erzählte, dass er zwei Mal den Chefredakteursposten verlor, “weil ich auf meine Meinung beharrt habe”. Er musste den Stuhl räumen, obwohl die Zeitungen zu diesem Zeitpunkt sowohl auflagenmäßig als auch wirtschaftlich erfolgreich gewesen wären. Die jungen Journalisten-Kollegen nahm Unterberger in Schutz: Sie hätten nicht den Bonus einer 40-jährigen Erfahrung im Printjournalismus, wie er es habe und seien daher anfällig für nicht mehr seriöse Methoden, “um halt doch zu überleben”.

Halbjährliche Vortragsreihe

Der Vortrag von Andreas Unterberger in Steyr war auf Einladung des Freiheitlichen Akademikerverbandes und der Burschenschaft Eysn zustande gekommen. Es war der siebente einer ganzen Vortragsreihe, die Anfang 2012 mit einem Vortrag von Georg Hochreiter zum Thema “Die Wirtschats- und Währungskrise – Ursachen und Auswege aus der Systemkrise” begann und in der Folge im Halbjahres-Rhythmus durchgeführt wird. Der Reihe nach wurden Dieter Grillmayer (Buchpräsentation “Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist – 50 Jahre Bildungsbaustelle“), Gerhard Deimek, Alois Gradauer und Kurt Lindlgruber (“Gold als Rettungsanker nach dem Euro!“), Martin Graf (Buchpräsentation “Abgerechnet wird zum Schluss – Politk zw. Wahrheit und Wirklichkeit“) und Lothar Höbelt (“Der Erste Weltkrieg – Untergang des alten Europa“) dazu eingeladen.

Vorgefasste Meinung

Im Anschluss des Vortrages von Andreas Unterberger merkte Stadtrat Helmut Zöttl aus Steyr an, dass Medienfreiheit und unparteiische Medienlandschaft unverzichtbare Säulen der Demokratie seien: “Leider ist dieses Gut sehr kostbar und selten geworden. Wenn ich unsere Systemmedien anschaue, merke ich sehr oft, dass eine vorgefasste Meinung präsentiert wird oder auch politischer Einfluss in die Berichterstattung gebracht wird”, so der Stadtrat.

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