Song Contest als Wahlkampfbühne

Am 15. Mai findet in Wien der “60. Eurovision Song Contest” statt. 200 Tage vor diesem “Event” unterzeichnete Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl zusammen mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz medienwirksam das “Memorandum of Understanding”. Dieses gilt als vertragliche Regelung für den Song Contest, welche festlegt, dass die Stadt Wien die Finanzierung der zugesagten Leistungen sicherstellt. Darunter zählen etwa die Bereitstellung der Stadthalle und eine Europakampagne. Drittunterzeichner des Memorandums war Stadtrat Christian Oxonitsch, der allerdings eher als Nebendarsteller fungierte. Häupl ließ es sich nicht nehmen, Wahlkampftöne anklingen zu lassen. Mit dem Song Contest gebe es auch eine “politische Botschaft”, die lautet: Offenheit und Toleranz über alle Grenzen hinweg für ein gemeinsames Miteinander.

Noch-Bürgermeister Häupl will vom Song Contest profitieren

In der schriftlichen Medienwelt wird “Conchita Wurst” mehrmals erwähnt. Im Mediengespräch, welches regelmäßig zwischen Bürgermeister Häupl und den Journalisten stattfindet, war Wurst kein Thema. Erst bis zum Moment als ein Journalist fragte, ob Frau/Herr Wurst beim Song Contest überhaupt einen Einsatz habe. Doch auch hier gab sich der Bürgermeister bedeckt. Vor den Journalisten will Häupl offenbar den Hype rund um den Song Contest alleine auf sich ziehen, um dadurch bei der kommenden Wien-Wahl zu profitieren. Diese könnte zeitgleich mit dem Song Contest stattfinden.

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