Rektorat sperrte Uni für Farbentragende

In den vergangenen Wochen kam es regelmäßig am Mittwoch zu Zusammenstößen zwischen Linksextremisten und farbentragenden Studenten an der Uni Wien. Seit vielen Jahrzehnten schon wird von Studentenverbindung am Mittwoch ein Bummel in ihren Verbindungsfarben unternommen. Dies scheint die linke Gesinnungswelt aber mit aller Gewalt unterbinden zu wollen und macht wie gewöhnlich Radau.

Friedliche Veranstaltung von rechter Seite

Schließlich kam es am 8. Oktober und auch am 15.Oktober zu weiteren Zusammenstößen, bei dem die friedlichen Verbindungsstudenten von Linken attackiert wurden. Die linke ÖH-Vertretung brachte deshalb letzten Freitag sogar einen Antrag ein, mit dem sie das Tragen von Verbindungsfarben auf dem Gelände der Universität untersagen will.

Im Zuge der traditionellen wöchentlichen Veranstaltung der Wiener Studentenverbindungen kam es vergangene Woche auch zu einer bemerkenswerten Situation: Als eine Gruppe farbentragender Studenten die Universität – an der sie immatrikuliert sind und für die sie Beiträge zahlen – betreten wollten, wurde ihnen der Zutritt verwehrt. Auf Nachfrage eines jungen Mannes, warum er seine Universität nicht betreten dürfe, wurde vom zuständigen Wachpersonal auf das Rektorat verwiesen.

Rektorat sperrte aus

Auf Nachfrage bei der verantwortlichen Stelle, warum Studenten an ihrer durchwegs friedlichenTraditionspflege gehindert würden, Gegendemonstranten aber auf dem Gelände der Universität patrouillieren dürften und von Polizisten an Übergriffen gehindert werden müssten, kam folgende, sehr verwunderliche Antwort aus dem Büro des Rektorats:

Verhalten, das  – wie am Mittwoch, 8. Oktober 2014 – Polizeipräsenz zur Folge hat, entspricht nicht dem Selbstverständnis der Universität Wien. Jegliches Verhalten, welches dazu geeignet ist, die Ruhe, Ordnung und Sicherheit und damit das Ansehen der Universität zu stören ist gemäß Hausordnung der Universität Wien untersagt.

Zur Sicherstellung der Einhaltung der Hausordnung wurde am 15. Oktober 2014, aufgrund der Vorkommnisse vom 8. Oktober 2014, der Zugang zum Hauptgebäude kontrolliert durchgeführt: Die Hausordnung gilt für alle.

Am Mittwoch, dem 29. Oktober, gab der Rektor der Universität Wien, Heinz W. Engl, erstmals eine Stellungnahme ab und betonte, dass er gegen ein Couleur-Verbot sei. “Für eine solche Vorgangsweise gebe es keine rechtliche Basis. Die Universität Wien will und kann ihren Studierenden keine Bekleidungsvorschriften machen, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen”, wird in Engl beispielsweise in der Krone zitiert.

Warum den farbentragenden Studenten dann der Zutritt zum Gebäude verwehrt wurde, erschließt sich aus dieser Stellungnahme jedoch nicht.

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