Rektor verwehrt Zutritt zu Uni, ist aber offiziell gegen Couleurverbot

Letzten Freitag beschloss die linksgeschaltete ÖH (Österreichische Hochschülerschaft) an der Universität Wien einen Antrag, wonach das Tragen von Couleur auf dem Gelände der Universität untersagt werden solle. Couleur sind Band und Mütze von traditionellen Studentenverbindungen, deren Mitglieder regelmäßig gemeinsam und in Farben am Mittwoch zu Mittag der Uni einen Besuch abstatten.

Linker Antrag abgelehnt

In einer Stellungnahme gegenüber der Austria Presseagentur (APA) meldete sich der Rektor nun erstmals zu Wort. Heinz Engl sieht keinen Anlass, den Verbindungsstudenten das Tragen ihrer Farben zu verbieten, und ruft zu einer friedlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema auf. Für eine solche Vorgangsweise gebe es keine rechtliche Basis. Die Universität Wien wolle und könne ihren Studierenden keine Bekleidungsvorschriften machen.

Zutritt verwehrt

Seltsam mutet diese Aussage in Anbetracht des verwehrten Zutritts von farbentragenden Studenten am 15. Oktober an. Beim Versuch, die Universität durch den Hintereingang zu betreten, wurden sie vom Wachpersonal daran gehindert und auf Nachfrage an das Rektorat verwiesen, welches diese Anordnung erteilt habe. Engls nunmehrige Stellungnahme klingt ganz anders: „Die Universität Wien erwartet, dass alle Beteiligten etwaige Kontroversen im akademischen Diskurs – wie es der Rolle einer Universität entspricht – austragen und sich auf akademischem Boden so verhalten, dass es zu keiner Eskalation kommt.“ Die angesprochene Eskalation freilich geht von linksextremen Kräften aus, die regelmäßig die Zusammenkünfte der Verbindungsstudenten stören und in der ÖH ein Sprachrohr haben. In letzter Zeit kam es vermehrt zu Übergriffen von gewaltbereiten Linken.

RFS bietet akademischen Diskurs an

Den von Engl angesprochenen akademischen Diskurs will nun der Ring freiheitlicher Studenten (RFS) initiieren. „Der RFS bietet sich gerne an, eine vermittelnde Rolle zwischen Mitgliedern von Studentenverbindungen und der Österreichischen Hochschülerschaft einzunehmen. Sollte die ÖH nicht persönlich mit uns in Kontakt treten wollen, wäre eine Mediatorenlösung eine weitere Alternative, die der RFS gerne unterstützt“, erklärt der RFS-Vorsitzende Alexander Schierhuber. Die derzeit geführte Diskussion rund um schlagende und nichtschlagende Verbindungen beruhe zumeist auf Halbwissen und absichtlich verbreiteten Unwahrheiten. Um in Zukunft Konflikte zu vermeiden, sei es essentiell, dass sich alle Konfliktparteien versammeln, um eine nachhaltige, der Würde der Universität Wien entsprechende Lösung zu finden.

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