NÖM-Süt zum Schleuderpreis

Groß war die Empörung darüber, dass die zum Rewe-Konzern gehörende Supermarktkette “Penny” Mitte September 2014 Milch um 49 Cent bewarb. “Milch zum Schleuderpreis” lautete die Kritik, die den ÖVP-dominierten Bauernbund zu einer Demo bewog. “Fassungslos” zeigte man sich über das Flugblatt, das ausgerechnet in der Zeit der Russland-Sanktionen verbreitet wurde. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) teilte via Telefonat dem Rewe-Konzern seine “Besorgnis” mit. Auch ein Verstoß gegen das Kartellrecht wurde gewittert.

Auch NÖM-Milch um 50 Cent billiger

Fakt ist, dass die Penny-Milch normalerweise 99 Cent kostet und somit um 50 Cent billiger angepriesen wurde. Um 50 Cent billiger war übrigens jüngst auch die Milch der Niederösterreichischen Molkerei (NÖM) in einem türkischen Laden in Ottakring. Statt für 1,29 Euro wurde sie mittels Flugblatt um 79 Cent angeboten. Zum Vergleich: In heimischen Supermarktketten kostet die NÖM-Milch rund 1,25 Euro. Weder der Bauernbund noch Rupprechter oder andere bemühten sich um Widerstand. Dass dieser ausblieb, könnte wohl daran liegen, dass man es sich mit der türkischen Community nicht verscherzen will.

NÖM lieber für Profit statt Integration

Dass die Milch weiterhin als “Süt” (türkisch für Milch) beworben wird – es gab vor Jahren massive Proteste – und daher die NÖM offenbar eher den Profit im Auge hat als die Integration durch die deutsche Sprache, ist ein weiterer Tiefpunkt dieser unrühmlichen Causa. Ein erneutes Eingeständnis dafür, dass Überfremdung als profitabler Markt betrachtet wird.

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