Russische Gäste bleiben wegen Sanktionen aus

Österreichs Tourismus ist ein Hauptopfer der Sanktionspolitik gegenüber Russland. Dies belegt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die FPÖ-Tourismussprecher Roman Haider an Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) gerichtet hatte. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete wollte vom zuständigen ÖVP-Minister unter anderem wissen, wie sich die österreichische Sanktionspolitik gegenüber Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts auf die Ankünfte der russischen Gäste ausgewirkt hatte.

Die bis zum August 2014 vorliegenden Zahlen sind ernüchternd. Insgesamt brach der Russland-Markt im heimischen Tourismus um nicht weniger als 3,7 Prozent ein. Und dies noch vor Beginn der Herbst- und Wintersaison, die vom russischen Gast traditionell für einen Österreich-Urlaub genutzt wird.

Während man vor dem Beginn der Sanktionen im Jänner und Februar 2014 noch Zuwächse von 7,9 bzw. 7,1 Prozent verzeichnen konnte, entwickelten sich die Folgemonate durchwegs als äußert negativ.

April/Mai 2014 mit Minus 20 Prozent

Während man im März 2014 ein Minus von 7,1 Prozent zu verbuchen hatte, schnellte das Minus im April auf 21,1 Prozent und im Mai auf 19,7 Prozent hoch. Nach einer Stabilisierung rund um Null im Juni und Juli kam es nach neuerlichen Sanktionen zu einem Minus von 9,7 Prozent im August. Die Zahlen für September und Oktober liegen noch nicht vor, dürften aber den negativen Trend bestätigen.

Hauptbetroffenes Bundesland des Rückgangs der Ankünfte russischer Touristen ist die Bundeshauptstadt Wien, wo bisher insgesamt 9,6 Prozent weniger Russen als Gäste zu verzeichnen sind als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 

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