Couleurverbot: Linke ÖH distanziert sich nicht von Gewalt gegen Studentenverbindungen

Diese Woche lud der Wiener Cartellverband (WCV), eine Unterorganisation des Österreichischen Cartellverbands (ÖCV), zu einer Podiumsdiskussion mit der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) ein, um über das von ihr geforderte Couleurverbot an der Universität Wien zu diskutieren. Im Rahmen der Diskussion wollte sich die ÖH jedoch keineswegs von der immer wieder ausartenden Gewalt Linksradikaler gegen Mitglieder von Studentenverbindungen distanzieren. Nach der Diskussion kam es sogar zu Angriffen auf einen Couleurstudenten, wie Unzensuriert.at bereits berichtet hat.

ÖH hat ein Problem mit Demokratie und Gewalt

Da das Couleurverbot an der Universität Wien sämtliche Studentenverbindungen treffen würde, gab es dementsprechend heftige Gegenreaktionen aller Verbände. Dass die ÖH bereits eine Diskussionseinladung des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) abgelehnt hatte, wurde insbesondere von den im Wiener Korporationsring vereinigten national-freiheitlichen Studentenverbindungen kritisiert. Zwei ihrer aktiven Mitglieder sprechen darüber im aktuellen FPÖ-TV-Magazin (Beitrag ab Minute 4:16):

Nun also lud der WCV zur Diskussion ein. Doch ganz im Sinne der linken Diskussions-Unkultur kam keine konstruktive und einem akademischen Diskurs würdige Debatte zustande. Immer wieder wurde die Veranstaltung durch Zwischenrufe und lautes Gelächter linker Pöbler gestört.

Die Wiener ÖH-Vorsitzende Stephanie Marx vom Kommunistischen Studentenverband (KSV-LiLi) preschte dabei immer wieder mit wirren Anschuldigungen vor und dachte keine Sekunde daran, sich von Gewalt und Diffamierung zu distanzieren. ÖCV-Präsident Lorenz Stöckl zeigt sich angesichts des Verhaltens der ÖH schockiert:

Die ÖH lässt eben keine andere Meinung gelten, als ihre eigene. […] Wenn die offizielle Studentenvertreterin der größten Universität dieses Landes es nicht einmal schafft, sich klar von Gewalt zu distanzieren, dann ist das ein immenser Störfaktor für Demokratie und Meinungsfreiheit!

ÖH-Forderung als Schuss nach hinten

Dass die ÖH-Forderung nach einem Couleurverbot an der Universität Wien ein Schuss nach hinten war, zeigten die zahlreichen Reaktionen, wie etwa die Initiative “Bunt statt Rot – Gegen das Couleurerbot”. Alle Studentenverbände sowie viele Medien kritisierten den undemokratischen Vorstoß und auch Universitätsrektor Heinz Engl erteilte dem Vorschlag eine Absage, zumindest offiziell. Die Couleur-Bummel an der Universität erfreuen sich hingegen seit dem Verbotsvorschlag wieder größerer Beliebtheit. Der akademische Bund katholisch-österreichischer Landsmannschaften (KÖL) veranstaltete gar den ersten Bummel seit fast 90 Jahren, um ein Zeichen des Protestes und der Solidarität zu setzen. Daran beteiligten sich auch viele Couleurstudenten aus anderen Verbänden.

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