Hundstorfer wollte Trafikanten für Propaganda benutzen

Wenn es um echte Trafikantenanliegen wie höhere Handelsspannen, ein längeres Zahlungsziel oder faire Bedingungen gegenüber dem Großhandel geht, dann hatte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) immer taube Ohren. Und das, obwohl über 50 Prozent der Tabakfachgeschäftsinhaber vorzugsberechtigte Behinderte und auf ihren Arbeitsplatz deshalb existentiell angewiesen sind. Dafür nutzt der rote Sozialminister die österreichischen Trafikanten umso lieber für seine Propagandaschiene, wie jetzt eine parlamentarische Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Peter Wurm ans Tageslicht brachte.

Für eine Propaganda-Aktion für Hundstorfers Projekt “Fit2work” sollten die Trafikanten unentgeltlich die Werbetrommel rühren. Zu diesem Zweck wurden sie mit Plakaten und Werbematerial versorgt. Ziel war es, als “Außenposten” für die Politik des roten Sozialministers zu werben.

9.000 Euro für Regierungspropaganda

Wie der rote Sozialminister bekanntgab, kostete die Propagandaaktion “Fit2work” nicht weniger als 9.075,20 Euro an Steuergeldern. Dies waren die Kosten für Konzept und Layout, Grafik und Produktion, Adressverteiler, Versand und Porto. Die leidgeprüften Trafikanten sahen demgegenüber keine Abgeltung für ihre Funktion als Propagandaplatz. Und das obwohl sich der rote Minister sehr wohl der Funktion der Trafiken als “Kommunikationsschnittstelle” bewusst ist. Nur zahlen will er dafür nichts, und – wie gnädig – auch Kosten hätten sie dadurch ja nicht, da ja der Platz für die Trafikanten in Hundstorfers Weltbild gratis ist:

Trafiken gelten aufgrund ihrer hohen Frequentierung in Österreich als lokale Kommunikationsschnittstellen. Daher wurde im Rahmen von fit2work entschieden, den österreichischen TrafikantInnen per Mailing das freiwillige Angebot zu machen, ein Plakat zu fit2work aufzuhängen und ihren KundInnen dadurch Informationen zu der kostenlosen Beratungsinitiative zur Verfügung zu stellen.

Eine Beteiligung an der ggst. Aktion – durch Anbringung des Plakats in ihrem Geschäft – war für die TrafikantInnen selbstverständlich freiwillig und nicht mit Kosten verbunden.

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