Frankreich hält neuerlichen Arbeitslosenrekord

Einen neuerlichen Arbeitslosenrekord hat das sozialistisch regierte Frankreich zu verzeichnen. Ende November 2014 waren 3,46 Mio. Franzosen ohne Job. Damit wurde die bisherige Spitze erreicht. Staatspräsident Francois Hollande und seine Regierung müssen den steigenden Arbeitslosenzahlen hilflos zusehen. Alle bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen gegen die Rekordarbeitslosigkeit haben versagt.

Dazu kommt, dass der oppositionelle Front National mit der soeben als Vorsitzende bestätigten Marine Le Pen für die Präsidentenwahlen bereits in allen Meinungsumfragen an der Spitze steht. Hollande und seine Sozialisten sind weit abgeschlagen. Dass der Präsident in sozialen Fragen insgesamt wenig Fingerspitzengefühl gezeigt hat, beweist etwa seine Beschimpfüng von Armen als „Zahnlose“.

Juncker hilft Hollande durch Lockerung der Kriterien

Nun springt EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker der Regierung in Paris zur Seite. Juncker hat ein Defizit-Verfahren gegen die schwächelnden Franzosen einfach ausgesetzt. Die finale Entscheidung, wie die EU-Kommission mit der Bewertung Frankreichs fortfahren soll, wurde auf März 2015 vertagt. Damit erhalten Hollande und seine Regierung noch einmal eine Chance, einen Kurswechsel anzusteuern. Wirtschaftsexperten sind allerdings skeptisch, ob Hollande auf der Grundlage sinkender Umfragewerte überhaupt noch Reformen angehen wird.

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