FPÖ lehnt neues Fortpflanzungsmedizingesetz ab

Die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes sorgt schon im Vorfeld für Aufregung. Sie würde es lesbische Paaren erlauben, ihren Kinderwunsch mit technischer Hilfe zu erfüllen. Klare Ablehnung dazu kommt von der FPÖ und der katholischen Kirche.

Während die großen Probleme unseres Landes weiter ihrer Lösung harren, beschäftigt sich die Bundesregierung mit gesellschaftlichen Randbereichen. Die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetz soll lesbischen Lebensgemeinschaften die Tür zur künstlichen Befruchtung öffnen. Die SPÖ feiert diesen Vorstoß. Die Volkspartei war anfangs gespalten. Klare Ablehnung kam von der FPÖ und der katholischen Kirche.

Kinder müssen natürlich aufwachsen

Die freiheitliche Familiensprecherin und Obfrau des Freiheitlichen Familienverbandes, Anneliese Kitzmüller, kritisiert die Novelle vehement: „Kinder haben ein Recht darauf, unter möglichst natürlichen Umständen aufzuwachsen. Das Wohl der Kinder und nicht die Wünsche lesbischer Paare haben im Vordergrund zu stehen.“ Der ansonsten für weitgehend liberale Haltungen bekannte Kardinal Christoph Schönborn stieß in ein ähnliches Horn. Entgegen Kitzmüllers Empfehlung ignorierte die ÖVP die Worte des Kardinals und ÖVP-Familiensprecher Georg Strasser warf binnen kurzer Zeit seine anfangs ablehnende Haltung über Bord. „Die ÖVP scheint auf der Jagd nach Grün-Wählern zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Volkspartei all ihre Werte abverkauft“, kommentierte Kitzmüller den plötzlichen Kurswechsel. Die Familienpolitik der ÖVP sei eine „Schande“.

Droht die Selektion?

Zudem könnte die Novelle dazu führen, dass ungeborenes Leben selektiert wird. Diese Bedenken äußerte unter anderem der ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg. „Dazu darf es auf keinen Fall kommen“, teilt Kitzmüller diese Bedenken. Die Novelle werde als großer Erfolg gefeiert, sei aber ein Erfolg marxistischer Strömungen. „Wenn ich mir ansehe, dass die SPÖ seit ihrem Parteitag die bundesweite Eröffnung von Regenbogenfamilienzentren fordert, dann ist klar wohin die Reise gehen soll“, spricht sich die freiheitliche Familiensprecherin gegen derartige Konstrukte aus. Hinter dem Terminus der Regenbogenfamilie würde sich in der gelebten Praxis ein Angriff auf unsere Familien verbergen. „Die SPÖ ist familienpolitisch völlig ausgebrannt. Man könnte fast glauben, dass in der Parteizentrale in der Löwelstraße jeden Tag der Life Ball gefeiert wird“, so Kitzmüller.  

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