Rasender bespuckt Frauen, Passanten solidarisieren sich mit ihm

Es ist nur eine kleine Meldung in der Online-Ausgabe der Zeitung Heute: Ein 24-jähriger Mann soll am Freitag auf der Wiener Mariahilfer Straße wahllos Passanten bespuckt haben. Danach ging er auch noch auf die Polizei los.

Eines der Opfer berichtet Unzensuriert.at weitere interessante Details. Gemeinsam mit einer Freundin (17) wurde die 18-Jährige Opfer des zum Tatzeitpunkt offensichtlich schwer beeinträchtigten Mannes. Er habe sie verfolgt, immer wieder bespuckt und auch beschimpft. Unter anderem fiel das Wort „Kurva“, das in mehreren slawischen Sprachen für „Hure“ steht. Des Deutschen oder auch des Englischen war der Mann nicht mächtig.

Kein einziger zeigte Zivilcourage

Dass schließlich die Polizei einschritt, ist den beiden jungen Frauen zu verdanken. Sie alarmierten die Beamten und blieben so lange in der Nähe des Mannes, der inzwischen auch eine andere Frau mit seinem Speichel attackierte. Von den zahlreichen Menschen, die an diesem Adventwochenende die beliebte Einkaufsstraße säumten, kam kein einziger den Opfern zur Hilfe.

Vorwürfe gegen Polizisten

„Mutig“ wurden die Passanten erst, als die Polizei der Lage Herr geworden war. Der erste Beamte, so schildert das Opfer gegenüber Unzensuriert.at, konnte den Mann nicht alleine bändigen, weil dieser bei seiner Festnahme begann, wild um sich zu schlagen und auch zuzubeißen. Heute schreibt von einem verletzten Polizisten durch einen Kopfstoß. Erst als drei weitere Ordnungshüter zur Verstärkung alarmiert worden waren, konnte der Mann mit vereinten Kräften an einer Geschäftsfassade fixiert werden, stellte die Gegenwehr allerdings nicht ein. Im Laufe der Festnahme zog er sich schließlich selbst eine Verletzung zu und blutete leicht an der Stirn. Daraufhin mussten sich die Polizisten von mehreren Passanten Vorwürfe anhören, warum sie so „gewalttätig“ gegen den Rasenden vorgehen würden. Er habe ja nur gespuckt und das sei nicht so schlimm, äußerte eine der Stehengebliebenen laut Aussagen der bespuckten jungen Frau.

„Mir haben die Polizisten extrem leid getan“, schildert sie. „Es ist völlig unglaublich, dass sie sich erst schlagen und beißen und dann von den Passanten auch noch solche Vorwürfe machen lassen müssen. Ich war am Ende auf diese Leute noch mehr sauer als auf den Täter.“

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