Nach „Körberlgeld-Kritik“: Unternehmen „Spar“ lenkt ein

Unzensuriert.at berichtete vor kurzem über einen Missstand der Supermarktkette „Spar“, die ein Produkt zu einem günstigeren Preis bewarb als letztendlich ein Käufer an der Kassa bezahlte. Der Bericht dürfte dazu führen, dass Spar an der Fehlerbehebung arbeitet.

Konkret kaufte der Kunde 48 Dosen Ottakringer Helles und hätte bei einem Preis von 41 Cent pro Dose exakt 19,68 Euro bezahlen müssen. Allerdings schien auf der Rechnung ein Betrag von 19,80 Euro auf. Nachdem sich der Kunde beschwerte, erhielt er das zuviel bezahlte Geld zurück.

Unzensuriert.at konfrontierte die Presseabteilung der Supermarktkette, die folgende Stellungnahme abgab:

Wir dürfen Sie informieren, dass es bei Lebensmittel üblich ist, bei der Bewerbung von Aktionen – genauso wie bei der herkömmlichen Preisauszeichnung – auf zwei Kommastellen zu runden. Das betrifft nicht nur SPAR, sondern die gesamte Branche. Wir runden bis zu einem Wert von 4 ab und ab einem Wert von 5 kaufmännisch auf. Dadurch kann es sein, dass es bei Einkäufen in großer Menge (wie 48 Dosen Bier) zu minimalen Unterschieden kommt, die sich allerdings – wie Sie auf Ihrer Plattform richtig schreiben – im Cent-Bereich bewegen.

Da manchmal minimal aufgerundet wird und manchmal minimal abgerundet wird, passt die Sache in Summe wieder. Es würde einen nicht unbeträchtlichen technischen Zusatzaufwand bedeuten, wenn wir diese Vorgehensweise ändern würden. Und: Wir haben bewusst festgelegt, die Konsumenten nicht mit mehr als 2 Kommastellen zu „belästigen“ – denn wir sind der Meinung, dass der Verkaufspreis auch mit zwei Kommastellen klar und deutlich ersichtlich ist.

Wenn schon klar war, dass es zu minimalen Unterschieden kommen kann, stellt sich die Frage, warum Spar explizit mit einer Ersparnis wirbt, die bei der Kassa gar nicht zur Anwedung kommt? Der erwähnte „technische Zusatzaufwand“ dürfte übrigens doch nicht so gravierend sein, wie Unzensuriert.at einem weiteren Mail entnehmen kann, welches knapp eine halbe Stunde nach der ersten Stellungnahme einlangte. Darin heißt es:

Unsere Experten aus dem Sortimentsmanagement haben sich soeben den Fall noch einmal genauer angeschaut und haben sehr wohl eine Möglichkeit entdeckt, wie wir hier besser vorgehen können. Der „Hund“ liegt im Detail begraben: Es kommt nämlich derzeit darauf an, ob die Kassierin mit dem Code am Tray oder direkt an der einzelnen Dose kassiert. Da beides möglich ist, können wir keine Durchgängigkeit garantieren.

Wir nehmen Ihre Schilderungen jedoch zum Anlass, an einer Optimierung zu arbeiten, sodass bei der nächsten ähnlichen Aktion keine Preisdifferenz mehr entstehen kann.

Sollte der Fehler tatsächlich behoben werden, dürfte Kunden zumindest bei der Supermarktkette Spar mehr Geld im Börserl bleiben.

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