Die Kriminalitätsrate explodierte hierzulande seit 1996.

Bild: Yumi Kimura / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Kriminalitätsrate in Österreich explodierte seit 1996

Die Kriminalität steigt hierzulande ins Uferlose, und das nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Wie die Kronen Zeitung nun berichtet, verzeichnet Österreich aktuell 60.000 Strafdelikte mehr als noch im Jahr 1996. Einen direkten Zusammenhang mit dem Beitritt zum Schengen-Abkommen 1997 und der Ostöffnung sieht Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) dennoch nicht.

Wien ist Spitzenreiter

Sieht man sich die gesamtösterreichische Situation an, stieg die Kriminalitätsrate um 12,5 Prozent von 485.450 strafbaren Handlungen auf 546.396 Straftaten. Spitzenreiter im Bundesländervergleich bildet dabei wenig überraschend die rot-grün regierte Bundeshauptstadt Wien. Hier gab es gar eine Steigerung von mehr als 31 Prozent und somit durchschnittlich 139 Straftaten pro Tag im Vergleich zum Jahr 1996. Die Innenministerin versucht die Zahlen der Statistiken jedoch zu relativieren. So sei es 1999 zu einem Systemwechsel bei der Erfassung der Straftaten gekommen, außerdem sei die Einwohnerzahl Wiens deutlich gestiegen und auch neuartige Deliktphänomene wie „Cybercrime“ und Handydiebstähle kamen in die Verbrechensstatistik hinzu.

Für die Enddaten aus 2014 verspricht man sich eine weitere Verbesserung der Kriminalitätsrate, betont zugleich aber, dass man an die Zahlen von 1996 nicht mehr herankommen wird können. Auch auf die enorme Steigerung der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren, vorrangig durch Banden aus dem Osten begangen, findet man keine adäquate Lösung seitens der Politik.

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